Schloss Trautenfels startet in die Museumssaison

Foto: Christoph Huber

Natürlich unter Beachten der geltenden Covid-19-Schutzmaßnahmen öffnete das Universalmuseum Joanneum wieder seine Tore. Seit letzten Mittwoch ist das Museum Trautenfels ab 10 Uhr wieder täglich bis Samstag, den 31. Oktober für Besucher geöffnet.
Die bereits geplanten botanischen Wanderungen mit dem Sammlungskurator Kurt Zernig werden mit einer limitierten Teilnehmerzahl durchgeführt. Die Museumsleitung hat für das kommende Wochenende zwei Ziele im Fokus – beide Male mit Treffpunkt Schloss Trautenfels. Heute, Freitag, dem 3. Juli mit Start um 8.30 Uhr: Fahrt nach Pichl bei Schladming auf die Reiteralm zur Wanderung über die Gasselhöhe zum Rippetegg auf 2126 m Seehöhe. Der Rückweg führt über Ober-, Mitter- und Untersee zur Einkehr auf der Reiteralm. Das zweite Ziel wird morgen, Samstag, den 4. Juli mit Start um 8 Uhr ebenfalls beim Schloss Trautenfels angepeilt und führt nach der Fahrt über Ardning zur Ardningalm. Es folgt die Wanderung über die Bacheralm zum Pyhrgasgatterl auf 1508 Meter und weiter zur Einkehr im Rohrauerhaus. Der Rückweg führt über die Arlingalmen und den Arlingsattel zur Ardningalm.
In den zwei botanischen Wanderungen wird die vielfältige Alpenflora erkundet. Das Kennenlernen vieler Pflanzenarten und Erfahren ihrer Lebensweise sowie ihre Anpassung an zum Teil extreme Lebensbedingungen im Gesäuse stehen im Vordergrund. Am ersten Tag wird die Gasselhöhe in den Schladminger Tauern erklommen – am zweiten Tag wird zum Pyhr­gasgatterl gewandert, wo man Pflanzen kennenlernt, wie sie für karbonhaltige Gesteine charakteristisch sind. Wanderausrüstung, Getränke, Jause und Regenschutz sollte obligat sein – bitte auch Mund-Nasen-Schutz mitnehmen. Der Kostenbeitrag für eine Wanderung ist 15 Euro – Mitglieder bezahlen 12 Euro; für beide Wanderziele 25 Euro – Mitglieder 20 Euro. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich unter 03682/22233 oder per E-Mail an trautenfels@museum-joanneum.at.
Museumsauftakt
Als Auftakt in die neue, durch Corona verkürzte Museumszeit steht auf jeden Fall die Erfolgsgeschichte „Vom Grimming bis zu den Achttausendern“ mit der von Robert Schauer kuratierten Sonderausstellung „Gipfelstürmen! Steirische Expeditionen zum Dach der Welt“. Den frühen Bergpionieren ging es bei den Reisen zu den höchsten Bergen der Welt nicht nur um sportliche Aspekte, sondern auch darum, Wissen zu generieren und dieses zu dokumentieren. Ein Höhepunkt der steirischen Alpingeschichte wurde vor 42 Jahren geschrieben: Die ersten Österreicher standen auf dem höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest (8848 m). Robert Schauer aus Graz erreichte mit Wolfgang Nairz und Horst Bergmann aus Innsbruck am 3. Mai 1978 das „Dach der Welt“. Die abenteuerlichen Ersteigungsgeschichten werden in der Ausstellung durch multimediale Aufbereitung von historischen und aktuellen Dokumentationen im Zusammenspiel mit Originalobjekten lebendig.