Schlachtfeld B 320

Foto: Schlüßlmayr

Mitten in der verkehrsreichsten und damit auch unfallträchtigsten Zeit des Jahres schockiert wieder einmal ein Unfall auf der Ennstal-Bundesstraße, der drei Todesopfer gefordert hat. Und das eigentlich nicht an einer unfallträchtigen Stelle, sondern vermutlich wegen Unachtsamkeit oder Übermüdung. Immer öfter ist dieses Unfallbild auf der B 320 zu beobachten. Während Unfälle wegen Überholen oder Geschwindigkeitsüberschreitungen weniger wurden, stiegen die Unachtsamkeiten und Vorrangverletzungen massiv an.

Wer aktuell auf unserer Bundesstraße unterwegs ist, den wundert das auch kaum. Obwohl aufgrund des LWK-Fahrverbotes die Zahl der Lastwagen massiv zurückgegangen ist und doch etliche bauliche Verbesserungen durchgeführt wurden, ist der Verkehrsfluss sehr schlecht. Eine schlicht nicht für diese Menge von Fahrzeugen ausgelegte Straße trifft auf zahlreiche Fahrer, die wegen mangelnder Ortskenntnis oder schlicht aus Urlaubslaune oft nicht nachvollziehbare Fahrmanöver durchführen oder aufgrund ihrer extrem geringen Fahrgeschwindigkeit ein echtes Hindernis darstellen.

Daraus resultiert ein beinahe durchgehender beidseitiger Kolonnenverkehr, in dem naturgemäß die Aufmerksamkeit stark zurückgeht und die Reaktion auf unerwartete Fahrmanöver entsprechend schlecht ist. Und da ein Ausbau der Straße, der dem Verkehrsaufkommen entspricht, wohl nicht mehr realistisch ist, wird das auch in Zukunft ein Dauerzustand sein. Die Gefahr auf der B 320 wird uns auch in Zukunft begleiten, hoffentlich mit möglichst vielen baulichen Verbesserungen, aber trotzdem mit dauerhaft hoher Gefährdung. Leider ebenso unerfreulich wie nicht mehr umkehrbar.