PVA Gröbming fährt wieder hoch

Foto: Ennstaler

Bis 30. April galten in Rehabilitationseinrichtungen Betretungsverbote. Laufende Kuren wurden abgebrochen und Reha-Patienten sind abgereist. Neun der 15 Häuser, darunter auch Gröbming, rüsteten sich, um als Notfallspital im Bedarfsfall die Akutkrankenanstalten zu entlasten. Unter strengen Auflagen wird nun der Rehabilitationsbetrieb sukzessive wieder gestartet.
Neben acht weiteren Einrichtungen der Pensionsversicherungsanstalt war der Standort in Gröbming als Notfallkrankenhaus vorgesehen. Wäre es in den umliegenden Spitälern coronabedingt zur Überlastung gekommen, hätte Gröbming diese Häuser mit zusätzlichen Betten unterstützt. Vereinzelt sind auch pflegebedürftige Patienten, unter anderem aus Schladming, Bad Aussee und Rottenmann, übernommen worden, welche noch nicht in die häusliche Pflege entlassen werden konnten. Nachdem das Betretungsverbot mit Anfang Mai aufgehoben wurde, wird der Rehabilitationsbetrieb Schritt für Schritt wieder gestartet. Vorerst mit Anschlussheilverfahren für Patienten, die unmittelbar nach Spitalsaufenthalten Rehabilitationsbedarf haben. Ab Mitte Juni werden voraussichtlich wieder Reha-Anträge für allgemeine Heilverfahren berücksichtigt, soweit es die Sicherheitsrichtlinien zulassen.
Um das Ansteckungsrisiko für Patienten und Mitarbeiter auf ein Minimum zu reduzieren, gibt es strenge Maßnahmen wie Testungen, Mund-Nasen-Schutz, Sicherheitsabstand und viele weitere definierte Prozesse. Für jeden Raum ist eine maximal zulässige Personenanzahl vorgeschrieben, das Schwimmbad ist zwar in Betrieb, umziehen und duschen ist allerdings nur im Zimmer erlaubt. Besuche sind bis auf weiteres nicht gestattet. Für Patienten, die ihren Rehabilitationsaufenthalt aufgrund der Coronakrise nicht antreten konnten, wurde die Gültigkeit der Zuweisung verlängert.