Preis und Leistung

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Am fünften August feierte Österreich heuer den Tax Freedom Day. Das ist jener Tag, ab dem man sein Geld selber ausgeben kann, denn bisher haben wir ausschließlich für den Staat gearbeitet (Steuern und Sozialversicherung). Dieses haarsträubende Faktum sollte uns auch heuer nachdenklich machen, ob es wirklich so weitergehen kann oder ob es nicht endlich zu wirklichen Reformen kommen muss. Denn außer bei der Steuer- und Abgabenbelastung ist unser Staat oft nur schlechtes Mittelfeld.
So haben wir ein teures Bildungssystem, aber schlechte Pisaerfolge oder ein teures Gesundheitssystem, aber absolut unterdurchschnittliche Volksgesundheit. Unser Pensionssystem gehört zu den teuersten der Welt und trotzdem ist heute schon absehbar, dass die Jungen aus diesem System kaum mehr Geld bekommen werden. Und es ist schlicht unerträglich, dass die Unternehmen doppelt so viel bezahlen müssen als netto bei den Mitarbeitern ankommt.
Natürlich haben wir ein stark ausgebautes Sozialsystem, was bis zu einem gewissen Grad auch eine Errungenschaft ist. Wenn aber augenscheinlich wird, dass es sich auch bei besten äußeren Bedingungen nicht mehr finanzieren lässt, dann muss man eben reagieren und das System mittels ernstgemeinter Reformen wieder ins Lot bringen. So wie es jetzt aussieht, fahren wir mit Höllentempo auf den Abgrund zu, obwohl uns immer mehr Geld aus der Tasche gezogen wird. Also ein sehr schlechtes Preis-Leistungsverhältnis für uns Bürger.