Panoramabahn für den Loser

Anfang Dezember 2022 bringt eine Panorama­kabinen­bahn im Porsche-Design die Besucher auf den Loser. © Loser-Bergbahnen/Bartholet Maschinenbau AG

Mit einer Investition in der Höhe von 25 Millionen Euro errichten die Loser-Bergbahnen eine Zehner-Kabinenbahn. Die neue Bahn soll neue Potenziale erschließen und zu einer Verkehrsberuhigung der Panoramastraße beitragen.
Geht es nach den Plänen der Eigentümer und Entscheidungsträger, soll ab 8. Dezember 2022 eine Zehner-Gondelbahn die bisherigen Lifte „Loser Jet I“ und „DSB II“ ersetzen. Schon lange macht den Loser-Berg­bahnen die Sektion der Doppel­sesselbahn II Kopfzerbrechen: als Fla­schenhals konnten über diesen Sessellift nicht die notwendigen För­der­zahlen erbracht werden, damit die Wintersportler ohne lange Warte­zeiten in die höheren Gefilde des Loser kamen. Dazu kommt, dass die Betriebsgenehmigung im nächsten Jahr ausläuft.
Brotberg der Altausseer
Pläne für eine Gondelbahn werden schon länger gewälzt, wie auch ein Hotel auf der Loser-Alm (Loser-Bergrestaurant) immer wieder als Idee aufflackert. Nun aber wollen die Eigentümer Nägel mit Köpfen ma­chen. Anfang Dezember 2022 soll eine Porsche-Design Panorama­kabinen­bahn des Herstellers Bartho­let aus der Schweiz die Besucher und Sportler bequem auf den „Brot­berg der Altausseer“, wie Hannes Androsch den Loser titulierte, bringen. Für die Entscheidungsträger eröffnen sich mit der neuen Gondelbahn bisher ungeahnte Möglichkeiten. So soll die Bahn als Pendant zur Panorama­straße dienen und private Fahrten über die Straße obsolet machen. Speziell im Sommer sieht man ein großes Erweiterungs­poten­zial, nachdem der Augstsee als Ausflugsziel sehr gerne besucht wird. Die Stützen werden allesamt mit Flutlicht ausgestattet und so wird vor­aussichtlich auch ein Nacht­skifahren möglich sein und das beliebte Rodeln am Loser könnte wieder aktiviert werden.
Keine Neuerschließungen
Von Seiten der Loser-Bergbahnen betont man, dass man das bestehende Angebot verbessern sowie zukunftstauglich und ökologisch ver­tretbar ausbauen will. Es sind keine Neuerschließungen oder Er­wei­te­rungen geplant. Die Talstation  (858 m) wird am gleichen Ort bleiben, die Mittelstation (1401 m) soll bei der Kehre 11 am westlichen Teil des Parkplatzes errichtet werden, wobei sogar Teile des Parkplatzes rückgebaut werden. Die Bergstation (1608 m) hinter der „Loser-Alm“ wird in den Hang gebaut.
Mit großen Photovolatik-Flächen so­wie eines Kleinwasserkraftwerkes, welches über die bestehende Ver­roh­rung der Beschneiungsanlage betrieben werden kann, soll die Hälfte des für den Betrieb benötigten Stroms selbst produziert werden.
„Riesiger Schritt nach vorne“
Bürgermeister Gerald Loitzl sieht in dieser Investition einen „riesigen Schritt nach vorne“. Die Finanzierung des 25-Millionen-Euro-Projektes ist in Ausarbeitung. „Derzeit wird gerade der Businessplan für die Panorama­bahn ausgearbeitet. Die Finanzierung erfolgt über eine Beteiligung der Eigentümer, stille Beteiligungen und hoffent­lich auch über die Unterstützung durch das Land Steiermark“, wie Loitzl abschließend erläutert.