Offene Fragen

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Auch wenn die wirtschaftlichen Einschnitte der letzten Wochen gewaltig waren und die meisten Betriebe schwer gezeichnet aus dieser Zeit hervorgehen, scheinen die Maßnahmen wenigstens Wirkung zu zeigen. So sollte in den meisten Branchen in den nächsten Wochen wieder annähernd Normalität einkehren, und eine Rückkehr zumindest in die grobe Gegend des Vorkrisenniveaus scheint nicht unrealistisch. Eine große Ausnahme, die zudem bei uns der bestimmende Wirtschaftsfaktor ist, ist leider der Tourismus.
Hier herrscht nämlich immer noch in vielen Bereichen weitgehende Unklarheit. Man weiß etwa bis heute nicht, ob Sommergäste oder Mitarbeiter in unser Land dürfen und unter welchen Bedingungen. Das ist aber aufgrund zahlreicher Buchungen etwa aus Deutschland und der Abhängigkeit von Arbeitskräften aus dem Osten eine ganz entscheidende Frage. Auch wie der Alltag in Hotellerie und Gastronomie aussehen soll, bleibt weitgehend unbeantwortet und lässt viele Unternehmer ratlos zurück. Dazu kommt noch die reihenweise Absage von Veranstaltungen (was ist eigentlich eine Großveranstaltung und was nicht?), die den Sommertourismus stark geprägt haben, als weiterer Unsicherheitsfaktor. Es wäre dem österreichischen Tourismus daher zu wünschen, dass besser heute als morgen die wesentlichen Fragen geklärt werden. Und zwar mit sinnvollen, durchführbaren und wirtschaftlich vertretbaren Rahmenbedingungen, damit der österreichische Tourismus auch in Zukunft eine starke Basis unserer Volkswirtschaft bleibt.