Österreich Rundfahrt startet in Schladming

Nach 2011 startet eine Etappe der Tour of Austria in Schladming. Lokalmatador Moran Vermeulen steigt nach einer psychisch bedingten Pause wieder aufs Rennrad.

Parallel zur Tour de France gehen von 2. bis 7. Juli 19 Rennrad-Teams mit je sieben Fahrern in fünf Etappen in Österreich an den Start. In seiner 75-jährigen Geschichte machte die „Österreich Rundfahrt“ sechsmal Halt in Schladming. Nach 1963, 1968, 1977, 1985 und 2011 rollt auch heuer der Tross wieder in die WM-Stadt. Tourdirektor Thomas Pupp stellte die diesjährigen Etappen der Tour of Austria vor. Der dritte Startschuss fällt am 5. Juli um 11 Uhr in der Schulgasse in Schladming. Die Strecke führt in Richtung Haus und über Weißenbach retour ehe es nach Ramsau zur ersten Bergwertung kommt. In Filzmoos wird Salzburger Boden befahren und nach der Sprintwertung in Altenmarkt passieren die Radprofis zum ersten Mal St. Johann im Pongau. Auf der Schlussrunde warten weitere Sprintwertungen in Bischofshofen und Schwarzach sowie nicht weniger als drei Berge – darunter der gefürchtete Dientner Sattel – ehe es in St. Johann Alpendorf zum großen Finale kommt. Insgesamt haben die Radprofis an diesem Tag 153,1 Kilometer und rund 3000 Höhenmeter zu bewältigen. „Es wird taktisch die spannendste Etappe“, sagte Martin Messner vom KTM-Team, „Vom Start weg kann alles passieren.“ Auch Lokalmatador Moran Vermeulen zollte der Strecke Respekt. Insbesondere für die Nicht-Bergfahrer würde es schwierig werden: „Da wird die Pumpe schon mal gehen, dass du da mitkommst.“ Vor wenigen Monaten wollte Vermeulen aufgrund psychischer Probleme zwischenzeitig das Rennrad schon an den Nagel hängen. Als er hörte, dass die Tour of Austria durch seinen Heimatort führen wird, flammte die Leidenschaft für den Sport wieder auf: „Die dunklen Zeiten habe ich hinter mir gelassen. Es ist alles wieder gerade gebogen.“

Im Bezirk Liezen war Gröbming durchgehend von 1993 bis 2001 Gastgeber der Tour of Austria. „Wir haben nichts dagegen, wenn wir jetzt Stammgast in Schladming werden“, merkte der Präsident des Steirischen Landesradsportverbands Gerald Pototschnig an. Potoschnig gab Überlegungen Preis, für andere interessante Rennen in der Steiermark. So könnte er sich ein Bergzeitfahren auf den Stoderzinken nach dem Vorbild der Ennstal-Classic vorstellen. „Wir müssen nicht zwingend nach Graz gehen“, konnte er sich einen leichten Seitenhieb in Richtung Landeshauptstadt nicht verkneifen, nachdem das berüchtigte Altstadtkriterium zum wiederholten Mal nicht zustande gekommen ist.

back-to-top