ÖAV Haus: Zügig geht‘s voran bei der Alpen-Tour

Auf Etappe 12 ging es durch das Wallis. Foto: ÖAV Haus

Der Alpenverein Haus im Ennstal feiert sein 50-jähriges Bestehen mit der Alpen-Tour 2021. Von 6. August bis 25. September schlägt der Verein eine Brücke vom Mont Blanc über den Dachstein bis nach Haus im Ennstal. Die ersten Etappen wurden bereits mit Bravour gemeistert.

Wandernd, laufend, mit Para­gleiter, mit Kajaks, Rollstuhl oder Rad geht es über 1000 Kilometer, rund 60.000 Höhenmeter, 50 Tage, 50 Etappen als Staffel, zwei Monate bergauf und bergab mit 120 Teilnehmern. Ein besonderer Höhepunkt soll die gemeinsame Ankunft in Haus im Ennstal am 25. September sein. Mit einer „Willkommen-Andacht“ und einer kleinen Feier wird der erfolgreiche Abschluss der Alpen-Tour 2021 in Haus am Schlossplatz begangen.

Nachdem die ersten vier Etappen erfolgreich zurückgelegt wurden, warteten mit den Teilstücken 5 und 6 zwei lange und anstrengende Abschnitte auf das Team des Alpenvereins. Bereits auf der fünften Etappe wurde die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz überquert. Am Vormittag des 7. Tages stand eine Radetappe im Rhônetal am Programm. Der älteste Teilnehmer der Tour schlug sich mit Bravour und übergab das Tourenbuch, welches als Staffelstab dient, zu Mittag an die nächste Gruppe, die an den nächsten drei Tagen, bei wunderschönem Wetter, den Gebirgzug Les Diableretes – die Teufelshörner – überquerte. Aufgrund einer Wegsperre wurden die ohnehin schon langen Etappen noch herausfordernder. Die Verköstigung, die Freundlichkeit der Wirtsleute sowie die Übernachtung im Stroh in einer der urigsten Hütten der Schweiz – der Buvette La Vare – waren der wohlverdiente Lohn für die Strapazen.

Am zehnten Tag der Alpen-Tour schlug das Wetter um. Bei starkem Regen, Wind und Nebel war ein neues Team am Start und kämpfte sich tapfer durch das Wallis. Vorbei an bekannten Wintersport­orten wie Adelboden führte die Route für die nächsten drei Tage von Gsteig bis zum Berggasthaus Golderli. Das Wetter besserte sich ab dem zweiten Tag wieder und somit konnte die Gruppe beeindruckende Ausblicke in die Schweizer Bergwelt genießen. Erschöpft, aber glücklich, erreichte das Team nach einem langen Abstieg über einen beeindruckend angelegten Steig über zahlreiche Stiegen das Tagesziel. Die weiteren Etappen führten durchs Berner Oberland, im Angesicht des Berner Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau. „Unbeschreiblich schön“, so beschrieben die Teilnehmer der 13. Etappe den Blick auf die Bergwelt und die Blumenwiesen, als sie nach langem Anstieg endlich die Nebelgrenze durchbrachen.