Nur Verlierer

Fotoquelle: orf.at

Seit einem halben Jahr tobt jetzt der grausame Krieg in der Ukraine und es ist kein Ende in Sicht. In letzter Zeit scheinen sich die Parteien weitgehend zu neutralisieren und der Frontverlauf ändert sich kaum noch. Es ist also nicht davon auszugehen, dass in absehbarer Zeit eine Partei einen militärischen Sieg davonträgt. Und auch eine Verhandlungslösung ist in weiter Ferne, die Ukraine wird kaum Teile ihres Staatsgebietes aufgeben und Russland wird auch nicht klein beigeben. Daher dürfte uns der Krieg samt seiner immensen Auswirkungen noch eine Zeit lang beschäftigen. Die Europäische Union ist in dieser Auseinandersetzung in der Zwickmühle. Einerseits beeinträchtigen die Sanktionen, gepaart mit den unterbleibenden Energielieferungen aus Russland, die ganze Union, die in eine wirtschaftliche Schieflage gerät. Die Inflation galoppiert und die Lieferketten spielen verrückt, viele Produkte können nicht oder nur verspätet besorgt werden und auch die Nahrungsmittelversorgung läuft aus dem Ruder. Andererseits wäre ein Aufheben der Sanktionen aber weder wirkungsvoll noch argumentierbar und würde den Kreml nur zu weiteren Aggressionen animieren.

Es wird uns daher nicht viel anderes übrigbleiben, als unsere Position in dem Konflikt durchzuhalten und auf ein möglichst rasches Ende zu hoffen. In der Hand haben das die beiden Konfliktparteien und vor allem Wladimir Putin. Bis auf Weiteres werden die beiden Kriegsparteien und alle anderen Betroffenen unter einem sinnlosen Krieg leiden, der am Ende des Tages nur Verlierer hervorbringen wird.