Nichts ist passiert

Ab Anfang Mai werden also die nächsten vorsichtigen Schritte zur Öffnung der Wirtschaft unternommen, nachdem die erste Welle keine wie immer geartete Steigerung der Infektionszahlen gebracht hatte. Das hilft den betroffenen Unternehmen und ihren Mitarbeitern zwar ein Stück weiter, viele andere müssen aber immer noch zuwarten oder finden Bedingungen vor, die ein wirtschaftliches Arbeiten unmöglich machen. Der aktuelle Zustand ist daher weniger einer der Öffnung als einer der Konkursverschleppung.

Leider gehen auch die immer wieder mit Superlativen versehenen Wirtschaftshilfen der Regierung genau in diese Richtung. Es gibt nämlich kaum eine Unterstützung, die über die Gewährung von Krediten hinausgeht. Das bedeutet aber, dass jeder Euro Verlust, der jetzt gemacht wird, auch wieder zurückgezahlt werden muss. Und das werden aus heutiger Sicht viele Unternehmen nicht schaffen und es werden mit jedem Tag des Stillstandes mehr. Wobei unbedingt angemerkt werden muss, dass die Unternehmen ja ohne eigene Schuld und auf Zwang des Staates in ihre missliche Situation befördert wurden.

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass wegen 2.200 aktuell Erkrankter und trotz täglich sinkender Zahlen die Wirtschaft nach wie vor am Boden gehalten wird. Schon jetzt ist fast jeder zweite Unselbständige arbeitslos oder in Kurzarbeit und die Pleitewelle rollt auf uns zu. Es wäre daher dringend angebracht, endlich den Aufschwung in der Vordergrund und die Hysterie in den Hintergrund zu rücken.