Müll-Lagerhalle ging in Flammen auf

Brand massiven Ausmaßes: Eine Lagerhalle bei der Liezener Müllentsorgungsanlage fing Feuer, die Ursache wird noch ermittelt. Foto: BFV Liezen/Schlüßlmayr

Beim Abfallwirtschaftsverband Liezen ereignete sich am Montag, dem 13. Juni, ein verheerender Großbrand.

Das Feuer brach in einer Lagerhalle aus, in der Sperrmüll zur Sortierung gelagert war. Eine Passantin entdeckte den Brand und alarmierte kurz nach 18 Uhr die Feuerwehr. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Während der Anfahrt veranlasste Einsatzleiter HBI Andreas Rührnössl, Kommandant der FF Liezen, die Nachalarmierung mehrerer Nachbarfeuerwehren. In Summe beteiligten sich 13 Feuerwehren mit 170 Mann. Nachdem für die Brandbekämpfung kein Löschwasserbezug vor Ort zur Verfügung stand, begannen die nachrückenden Kräfte mit der Errichtung mehrerer Zubringleitungen aus der etwa 500 Meter entfernten Enns. Herabfallende Hallenteile behinderten teilweise einen gesicherten Löscheinsatz an der Halle, deshalb kamen zwei ferngesteuerte Löschroboter zum Einsatz. Die Energie Steiermark schaltete unterdessen die in unmittelbarer Nähe zum Einsatzort befindliche Trafostation ab und stellte einen Erdschluss her. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren konnte eine Ausbreitung des Brandes erfolgreich verhindert und somit die Rauchentwicklung stark eingedämmt werden. Insgesamt benötigten die Feuerwehren an die 4,5 Millionen Liter Löschwasser, „Brand aus“ konnte um 5.30 Uhr gegeben werden. An der Hallenkonstruktion selbst entstand Totalschaden. Die Brandursache wird von Beamten des Landeskriminalamtes ermittelt. „Sobald das Gelände von der Kriminalpolizei freigegeben wird, können wir die weitere Vorgangsweise festlegen“, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin Christina Ablaßer. „Für die Haushaltssammlung hat der Brand keine Auswirkungen, diese Halle ist nicht betroffen.“ An einer provisorischen Lösung für die Anlieferung wird derzeit gearbeitet. Während des Einsatzes herrschte Wind, welcher die Rauschschwaden Richtung Osten verfrachtete. Die Behörden der Landeswarnzentrale Steiermark empfahlen der Bevölkerung im Raum Selzthal sich nicht im Freien aufzuhalten und die Fenster geschlossen zu halten.

Entwarnung gab tags darauf die stellvertretende Geschäftsführerin Christina Ablaßer: „Es ist zu keinem Zeitpunkt zu einer Gefahr für Bürger und Umwelt gekommen, weil in der Sperrmüllhalle keine gefährlichen Stoffe gelagert wurden.“