Literarischer Salon mit Ferdinand Schmalz

Ferdinand Schmalz macht gemeinsame Sache mit dem Kulturviech in Rottenmann und ist im November zu Gast in der Region. Foto: ApolloniaTheresaBitzan

Der Literarische Salon geht in die nächste Runde. Das Kulturviech präsentiert: „Literarischer Salon reloaded“ in Kooperation mit Starautor und Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz und Gästen.

Am 28. Juli ist der Debütroman des aus Admont stammenden Bachmann-Preisträgers Ferdinand Schmalz „Mein Lieblingstier heißt Winter“ offiziell erschienen. Ein paar Tage später ist die erste Auflage vergriffen, die zweite in Druck. Die Rezensionen in den österreichischen und deutschen Medien feiern den Autor und das Werk, das die ORF-Bestenliste im August an erster Stelle anführt. In seinem Debütroman begibt sich Ferdinand Schmalz auf eine abgründige Tour quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz setzt er den Wiener Tiefkühlproduktelieferant Franz Schicht in Szene, der einem makabren Wunsch nachkommen soll: Sein Kunde Doktor Schauer ist fest entschlossen, sich zum Sterben in eine Tiefkühltruhe zu legen. Er beauftragt Franz Schlicht, den gefrorenen Körper auf eine Lichtung zu verfrachten. Zum vereinbarten Zeitpunkt ist die Tiefkühltruhe jedoch leer, und Schlicht begibt sich auf eine höchst ungewöhnliche Suche nach der gefrorenen Leiche. Dabei begegnet er der Tatortreinigerin Schimmelteufel, einem Ingenieur, der sich selbst eingemauert hat, und einem Ministerialrat, der Nazi-Weihnachtsschmuck sammelt. Als „derb, makaber, gruselig, vor allem aber virtuos“, bezeichnet „Spiegel“-Redakteur Tobias Becker den Schmalz-Roman und schreibt: „Wie in seinen Bühnengrotesken mischt Schmalz auch in seinem ersten Roman den Ernst mit Klamauk, mit Gags und makabren Skurrilitäten, ist Witzbold und Philosoph in Peronalunion.“

Gastauftritt im Bezirk Liezen

Aktuell arbeitet Ferdinand Schmalz an einem Kooperationsprojekt mit dem Kulturviech Rottenmann. Der Verein zur Herbeiführung der Synthese von Kunst und obersteirischer Lebensart hat mit Ende des Jahres 2016 die Umsetzung von Jahreskulturprogrammen eingestellt und ist jetzt mit dem Projekt „Literarischer Salon reloaded“ zurück. Von 17. bis 20. November finden an mehreren Orten im Bezirk Liezen Aktionen statt, die die Vermittlung von Literatur lustvoll von den Beinen auf den Kopf stellen. Im Alten Kino in Liezen wie im Alten Hofer in Rottenmann und an anderen Orten werden verschiedene Aktionen dargeboten. Darunter „Literatur im Betrieb“, eine Begegnung mit Autorinnen und Autoren im privaten Rahmen, oder der „Literarische Sparverein“, eine Einladung an all jene, die gerne schreiben und ihre Texte veröffentlichen wollen. Weiteres Highlight: Das „Speed-Dating“ mit Autorinnen und Autoren. Mit dabei: Ferdinand Schmalz, Dirk Stermann, Nava Ebrahimi, Leander Fischer, Barbara Zeman, Marwan Abado u.a.