Liezen: Neue Bürgermeisterin übernimmt im Herbst

Liezens SPÖ hat die Weichen für die Zukunft gestellt. In einer Sondersitzung des Gemeinderates wird sich Finanzreferent Albert Krug (2.v.li.) erklären. Foto: SPÖ Liezen

Das aktuelle Stadtoberhaupt Roswitha Glashüttner wird ihren Sessel nach dem Stadtjubiläum im Herbst räumen. Ihre Nachfolgerin ist Kulturreferentin Andrea Heinrich.

Nach Langzeitbürgermeister Rudi Hakel hat Roswitha Glashüttner am 2. Jänner 2018 das Amt übernommen. Die nächsten Gemeinderatswahlen stehen zwar erst 2025 an, doch in Liezen ist bereits seit längerem klar, dass Glashüttner das Zepter schon früher übergeben will. Nach der parteiinternen Klausur, die Liezens SPÖ am vergangenen Samstag abhielt, um Zukunftsfragen zu klären, wurde Liezens nächste Bürgermeisterin präsentiert: Andrea Heinrich. Glashüttner selbst will noch in diesem Herbst nach der 75-Jahr-Feier der Bezirkshauptstadt abdanken. Bis es soweit ist, hat sich das scheidende Stadtoberhaupt noch einiges vorgenommen, wie Glashüttner selbst sagt: „Ich freue mich jetzt einmal auf die vielen Projekte, die noch vor uns liegen, und bin auch ein wenig stolz, dass die von mir vorgeschlagene Kandidatin in der Fraktion so große Zustimmung erhalten hat. In den kommenden Monaten werde ich Andrea verstärkt einbinden und sie auch zu vielen Terminen mitnehmen.“ Glashüttners Steckenpferd war die Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Innenstadt. Das Konzept zum neuen Hauptplatz wurde im November 2019 präsentiert und enthielt Verweilzonen und unterirdische Parkmöglichkeiten durch eine Tiefgarage. Letztere wird sich aufgrund der explodierenden Baukosten wohl nicht mehr realisieren lassen. Inwieweit Heinrich die Ideen zu einer Neugestaltung des Hauptplatzes aufgreifen und eine Umsetzung vorantreiben wird, bleibt noch abzuwarten. Vor der Übergabe wird Glashüttner noch das Tageszentrum für Senioren und Seniorinnen eröffnen, das in ihrer Amtszeit geplant und umgesetzt wurde. Das neue Angebot soll einerseits pflegende Angehörige entlasten und andererseits Fähigkeiten von Senioren durch gezielte Maßnahmen erhalten und fördern, damit ein eigenständiges Wohnen so lange wie möglich gelingen kann.

Interne Unstimmigkeiten

Nach der parteiinternen Klausur am vergangenen Samstag steht am kommenden Montag der nächste Termin für Liezens SPÖ an: eine Sondergemeinderatssitzung, einberufen von Liezens ÖVP. Hierbei sollen SPÖ-interne Unstimmigkeiten thematisiert werden, die nicht zuletzt aufgrund der Aussagen von Finanzreferent Albert Krug entstanden sein dürften. Nachdem Liezens Finanzdirektor Bernhard Steinberger kürzlich das Handtuch geworfen hatte, geriet Krug wegen Aussagen über dessen Kündigung ins Zentrum der Kritik. Eine Entschuldigung folgte prompt: Diskussionen können durchaus auch emotional werden. Es sei ihm jedoch ferngelegen, jemanden zu kränken.

Bei der Sondergemeinderatssitzung werde Krug dementsprechend Stellung beziehen, heißt es von Seiten der SPÖ.