Leitspital: Bürgerinitiative und Oppositionsparteien formieren sich

V.l.n.r.: LAbg. Albert Royer (FPÖ), LAbg. Lambert Schönleitner (Grüne), Helmut Gassner (BISS), Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler (KPÖ), Michael Pretzler (BISS) und Klubobmann Niko Swatek (Neos) bilden eine gemeinsame Front gegen die Pläne der Landesregierung.

Nach einem Gespräch der Bürgerinitiative „BISS“ mit Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß wurde bekräftigt, dass die Landesregierung an den Plänen festhält. Die Bürgerinitiative sowie die Oppositionsparteien FPÖ, Grüne, KPÖ und Neos rufen bei einem Pressegespräch unisono zu einem Neustart auf.
Das Zentralkrankenhaus sorgt weiterhin für Diskussionsstoff. Helmut Gassner und Michael Pretzler von BISS kämpfen vehement gegen die geplanten Spitalschließungen und Reduktion von Betten. Die Bettendichte würde auf einen bedenklich niedrigen Wert sinken. LAbg. Albert Royer (FPÖ) sagt, die Gesundheitslandesrätin habe sich „in der Position ihres Vorgängers einzementiert. Ein schwerer politischer Fehler.“ Die Freiheitlichen lehnen eine Schließung der drei Standorte kategorisch ab und pochen auf eine Spezialisierung der bestehenden Häuser. In die selbe Kerbe schlägt LAbg. Lambert Schönleitner von den Grünen: „So kann es nicht mehr weitergehen.“ Das gesamte Vorhaben sei nicht nur gesundheitspolitisch, sondern auch wirtschaftlich fahrlässig. Auch KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler springt in die Bresche und hofft, dass noch ein Umdenken seitens der Landesregierung erreicht wird. Niko Swatek von den Neos unterstützt die Bürgerinitiative und gratuliert, dass Fakten präsentiert werden, die „die Landesregierung den Bürgerinnen und Bürgern verweigert“.
Wenig beeindruckt vom Schulterschluss der Parteien zeigt sich Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß: „Gesundheitsversorgung ist weit mehr als einzelne Krankenhausstandorte“, wie sie betont und sagt zudem, dass „die Versorgungswirksamkeit des Leitspitals in Kombination mit leistungsstarken Gesundheits- und Facharztzentren besser für die Menschen der Region sein wird. Denn letztlich sind Rezepte aus der Vergangenheit nicht unbedingt jene gesundheitspolitischen Lösungen, die uns in die Zukunft bringen.“