Kulturbotschaft aus Admont geht um die Welt

Die Sonderausstellung im Museum für Gegenwartskunst zeigt in Admont verortete Werke.

Von Amerika über Europa nach Asien: Eine Kooperation mit dem Außenministerium ermöglicht virtuelle Führungen durch Stift Admonts Klosterbibliothek und die Sonderausstellung im Stiftsmuseum für Gegenwartskunst. Und das weltweit.

Die Österreichischen Kulturforen binden Admonts Klosterbibliothek und die Sonderausstellung Verortungen - MADE FOR ADMONT #fotografie“ in die weltweite Präsentation von österreichischer Kunst und Kultur ein. Ende Juni und Anfang Juli steht die virtuelle Besichtigung über die Webseiten und Social-Media-Kanäle der Schwerpunktzentren österreichischer Kulturarbeit unter anderem in Indien, Italien, Kanada, Tschechien, Türkei, Belgien und Deutschland zwei Tage lang zur Verfügung. Somit fungiert Admonts Stifsmuseum als Botschafter für die österreichische Kulturlandschaft. „Das Stiftsmuseum Admont beherbergt Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. In Österreich waren wir Vorreiter in der Förderung des Dialogs zwischen alter und neuer Kunst. Ein Zugang, der uns auch den Österreichischen Museumspreis eingebracht hat“, sagt Abt Gerhard Hafner. Hinter der Museumstour im virtuellen Raum steckt eine ausgeklügelte Software, die von den Schladminger IT-Spezialisten LightCyde entwickelt wurde. Schon seit Februar sind virtuelle Touren durch das Stiftsmuseum möglich. Aus dieser Fülle wurden die Führungen durch die Bibliothek und das Museum für Gegenwartskunst zur internationalen Präsentation durch das Außenministerium ausgewählt: „Beeindruckend sind die vielen Möglichkeiten und die herausragende Qualität, welche weit über die gewohnte 3D-Darstellung hinausreicht. Deshalb freut es uns sehr, dieses besondere Erlebnis nun über die Österreichischen Kulturforen weltweit anbieten zu können“, sagt Botschafterin Teresa Indjein, Leiterin der Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten im Ministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.

Lust am Steiermark-Urlaub wecken

„Eine digitale Museumstour soll den Besuch vor Ort jedoch keinesfalls ersetzen. Vielmehr bildet sie eine Brücke zum realen Kulturerlebnis“, betont der Wirtschaftsdirektor des Stiftes, Franz Pichler, der in der weltweiten Präsentation des Stiftsmuseums eine Chance für den gesamten steirischen Tourismus sieht. „Mit dem global wachsenden Bekanntheitsgrad des Benediktinerstiftes wird sicher auch der Tourismus-Standort Steiermark an Bedeutung gewinnen“, so Pichler. Traditionell verzeichnet die Steiermark einen hohen Anteil an Inlandsgästen, der bei rund 64 Prozent liegt. Der internationale Auftritt des Benediktinerstiftes kann vielleicht schon bald auch vermehrt bei ausländischen Gästen das Interesse an einem Steiermark-Urlaub wecken.