In der Sackgasse

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Die Lage in Österreich wird immer schlechter. Es ist zu wenig Impfstoff vorhanden, und was da ist, wird zu langsam und teilweise den falschen Leuten injiziert. Der Lockdown droht die Wirtschaft, vor allem in unserer Region, endgültig zum Stillstand zu bringen, es gibt schon mehr als eine Million Arbeitslose und Kurzarbeiter. Zudem scheint die Wirkung mangelhaft, die Infektionszahlen bleiben konstant. Wir laufen also sehenden Auges ins Verderben, und das Schlimmste ist, es scheint niemanden zu kümmern.
An den fehlenden Impfstoffen der EU allein die Schuld zu geben, greift viel zu kurz. Denn erstens hat Österreich an der Beschaffung prominent mitgewirkt und zweitens sind etwa in Dänemark mit dem gleichen Impfstoffangebot in einer Woche alle Pflegeheime durchgeimpft. Ganz offensichtlich ist also die österreichische Bürokratie nicht einmal in der Lage, die wenigen vorhandenen Impfdosen halbwegs schnell und zielgerichtet zu den Patienten zu bringen. Und das zu den weltweit höchsten Kosten.
Wie das in einem funktionierenden Land aussieht, kann man in Israel beobachten, wo in einem Monat schon über 20 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Übrigens kostet die gesamte Impfung der Bevölkerung mit 200 Millionen Euro ungefähr dasselbe, was ein Tag Lockdown an Schaden anrichtet. Die Verantwortlichen sollten sich also raschest Gedanken machen, wie es weitergehen soll, denn wenn wir warten bis Österreich durchgeimpft ist, brauchen wir nichts mehr aufsperren, weil dann gibt es nichts mehr.