Im Mittelpunkt

Fotoquelle: SPÖ Presse

Im Jänner noch gefeierter Sieger bei den Landtagswahlen im Burgenland, scheint es für den absolut regierenden Landeshauptmann Doskozil in letzter Zeit sehr holprig zu laufen. Zuerst hat er ohne Not mit etlichen Zeitungsinterviews eine Obfraudebatte in der SPÖ vom Zaun gebrochen, was im anlaufenden Wiener Wahlkampf für die Partei natürlich eine Katastrophe ist. Und jetzt hat er sich auch noch mit ziemlich ungeschicktem Verhalten ins Zentrum des Skandals um die Commerzialbank Mattersburg gebracht. Und das, obwohl er eigentlich gar nichts mit dem Thema zu tun hatte.
Immerhin ist die Bank seinerzeit aus einer Raiffeisenbank entstanden, was nicht gerade dazu angetan ist, die SPÖ auf dem Schirm zu haben. Und es dürfte sich um einen lupenreinen Betrug handeln, bei dem alle Aufseher von der FMA bis zum Aufsichtsrat weggeschaut haben. Mit den widersprüchlichen Aussagen zur versuchten Geldabhebung einer Landesgesellschaft samt völlig unkontrolliertem Rundumschlag hat sich Doskozil aber selbst zum medialen Mittelpunkt des Skandals gemacht.
Mit diesen jüngsten Fehlleistungen wird Doskozil damit auch immer mehr zu einem Problem für die eigene Partei. Gerade vor der anstehenden Wiener Wahl, die für die SPÖ wieder einmal die Mutter aller Schlachten ist, ist jede Unruhe in der Partei nur schädlich. Viele Genossen werden sich daher wohl wünschen, dass Doskozil bis zum Wahltag auf Tauchstation geht, denn eine Hilfe ist er momentan sicher nicht.