Im Mini zum Sieg bei der „Classic“

Der Prolog am Donnerstag führte die Teams auch nach Pürgg, dem „Kripperl der Steiermark“. Im Bild Adolf und Michaela Schacherleitner mit ihrem Lagonda 3 litre, Baujahr 1933. Foto: Martin Huber

Das Team Mini mit der Startnummer 214 hat es geschafft: Das Duo Friedrich Radinger/Thomas Wagner holte sich den Sieg bei der heurigen „Ennstal-Classic“. Für die beiden war es bereits der dritte Gesamtsieg, nachdem sie schon in den Jahren 2015 und 2016 ganz oben am Siegespodest gestanden sind.
Gestartet wurde die 27. Auflage der Ennstal-Classic am Donnerstag vergangener Woche am Hauptplatz von Gröbming. Mit Startnummer 1 nahmen Alexander Schaufler und seine Co-Pilotin Esmeralda Borodi mit ihrem Ballot 3/8 LC Grand Prix aus dem Jahr 1920 den Prolog über 403 Kilometer unter die Räder. Für die 234 Teilnehmer und ihre Co-Piloten ging die Fahrt über die Postalm, den Pötschenpass und Bad Mitterndorf bis zur Sonderprüfung am Red-Bull-Ring. Danach führte die Route über den Sölkpass und Aich zur spannenden Sonderprüfung Richtung steirischer Bodensee, ehe das Ziel des ersten Tages, Schladming, erreicht wurde. In Führung lagen zu diesem Zeitpunkt Michael und Nico Koel mit ihrem Porsche 911 S aus dem Jahr 1967, vor Erich und Roswitha Volk sowie Friedrich Radinger und Thomas Wagner.
Nach der Marathon-Etappe über 451 Kilometer am Freitag übernahmen Radinger/Wagner auf ihrem Mini 1275 GT, Baujahr 1971, die Führung – und gaben diese auch am Samstag bei der Bergwertung am Stoderzinken und beim großen Finale im Zentrum von Gröbming nicht mehr ab. Am Ende konnten sie über ihren bereits dritten Gesamtsieg jubeln und waren im Ziel natürlich überglücklich: „Wir haben uns im Laufe des Rennens immer mehr verbessert. Die große Frage war aber, ob der Wagen durchhält. Heute am Stoderzinken hatten wir nur noch eineinhalb Bar Öldruck, wir waren wirklich kurz vorm Exodus. Gott sei Dank ist es sich aber ausgegangen mit den letzten sieben Lichtschranken im Gröbming“, so der frischgebackene Dreifach-Sieger Friedrich Radinger, der die Gratulationen gleich an seinen Beifahrer weitergab: „Der Thomas ist nicht nur mein Lieblingsschwiegersohn, er ist auch der perfekte Beifahrer, der absolut keine Fehler macht. Für den Fahrer gibt das eine unglaubliche Sicherheit, um sich aufs Fahren zu konzentrieren.“
Das Siegerpodest der ersten Drei komplettieren Erich und Roswitha Volk in einem Ford Mustang Fastback Coupé, die im Ziel weniger als 100 Punkte Rückstand auf die Sieger hatten. Auf Platz drei folgen Peter Schöggl und Wolfgang Artacker auf Alfa Romeo Spider.
In der Epoche 1, der Fahrzeuge bis Baujahr 1934, waren Erich und Alexandra Hemmelmayer auf Ford 5 Window de Luxe Coupé vorne. Die Epoche 2 der Baujahre 1935 bis 1950 sicherten sich Kurt Menhofer und Gerald Gegenpart mit ihrem Healey Silverstone. In der Epoche 3 der Baujahre 1951 bis 1960 triumphierten Florian Kunz/Otmar Schlager auf Aston Martin DB4. In der Kategorie 4 bis Baujahr 1972 holten die Gesamtsieger Radinger/Wagner den Sieg.  
Der programmierte Höhepunkt der Ennstal-Classic war auch in diesem Jahr der Porsche Design Grand Prix, bei dem sich zahlreiche Motorsportlegenden mit spektakulären Renn- und Sportwagen aus den spannenden Epochen der Motorsport-Geschichte präsentierten.