Hysterie nach dem Chaos?

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Nach einem mehr als holprigen Jahresbeginn scheint sich der Umgang mit Corona einigermaßen zu stabilisieren. Mit dem sehr gut funktionierenden Testprogramm ist zumindest die Öffnung von Teilbereichen der Gesellschaft gelungen und auch das Tempo bei den Impfungen beschleunigt sich. An sich also durchaus ein Grund, mit etwas Zuversicht in die kommenden Monate zu blicken, doch leider droht uns jetzt die Debatte um AstraZeneca wieder zurückzuwerfen.

Waren es anfangs die schleppenden Lieferungen der Firma, gepaart mit dem Verdacht einer Bevorzugung Großbritanniens, sind jetzt die Nebenwirkungen der Impfung in aller Munde. Denn obwohl sämtliche Experten, auf die sich die Regierungen sonst so gerne berufen, eine Fortsetzung der Impfungen empfehlen, wurde selbige jetzt in zahlreichen europäischen Ländern ausgesetzt. Wie skurril das ist, zeigt sich am Beispiel Österreich: Bei weit über einer Million Impfungen sind in zeitlicher Nähe genau 48 Menschen verstorben, und nur eine einzige Person wurde mit AstraZeneca geimpft. Ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und der Impfung wurde noch in keinem Fall belegt.

Es sind daher jetzt die Politiker und vor allem die Medien gefragt, ein verhältnismäßiges Bild der Situation zu zeichnen und keine unnötige Panik zu verbreiten. Das  rasche Erreichen einer Durchimpfungsrate von siebzig Prozent muss das oberste Ziel bleiben, und dazu müssen die Menschen motiviert und nicht verunsichert werden.