Hochalpine Quelle versiegte über Nacht

Nur mit viel organisatorischem Aufwand konnte der Alpenverein Admont-Gesäuse die Wasserversorgung für das Admonterhaus wiederherstellen.

Die Bohrungen auf 1700 Meter erwiesen sich als schwierig. Erst in 60 Metern Tiefe wurde eine neue Quelle entdeckt, die das Wasser für das Admonterhaus sicherstellen kann.

Dass Trinkwasser auf Schutzhütten keine Selbstverständlichkeit ist, ist wieder einmal mehr ins Bewusstsein gerückt: Quasi über Nacht versiegte jene Quelle, die das Admonterhaus seit 127 Jahren mit frischem Trinkwasser versorgte. Für die Bewirtschaftung des auf 1725 Metern Seehöhe gelegenen Stammhauses der ÖAV-Sektion Admont-Gesäuse eine Katastrophe, denn ohne Trinkwasser ist eine Bewirtschaftung nicht möglich.

„Es gab keine Vorzeichen. Das Wasser war von heute auf morgen einfach weg“, sagt  ÖAV-Vize­obmann Manfred Aster, der alle Hebel in Bewegung setzte, um eine Lösung für die weitere Bewirtschaftung des Admonterhauses herbeizuführen. Bereits Tags darauf waren Experten der Firma Kaltenegger vor Ort, die im Laufe der Arbeiten von 15 Mitgliedern des Alpenvereins Admont-Gesäuse unterstützt wurden. Nach Absprachen mit Behörden und dem Grundbesitzer konnte schließlich mit den Grabungen begonnen werden. Mithilfe eines Spezialhubschraubers wurde sogar ein Kleinbagger abgesetzt. Sechs Tage dauerten die Arbeiten mit dem Ergebnis, dass die Quelle zwar neu gefasst werden konnte, doch die Wassermenge „nur mehr einem Bruchteil der ursprünglichen Kapazität entsprach“, wie Obmann Ernst Kren berichtet. Erst in 60 Metern Tiefe wurde eine weitere Quelle entdeckt, deren tägliches Wasservolumen sich auf knapp 700 Liter beläuft. Damit ist die Trinkwasserzufuhr für das Admonterhaus zwar gesichert, doch für die AV-Sektion Admont-Gesäuse stellte das Versiegen der alten Quelle nicht nur eine organisatorische Herausforderung dar, wie Obmann Ernst Kren berichtet, denn die Gesamtkosten der Unternehmung belaufen sich auf über 60.000 Euro: „Das stellt unsere Sektion vor ein erhebliches Finanzproblem. Mit den Einnahmen von kleinen Sektionen wie der unseren sind derartige Summen nicht abzudecken. Für eine finanzielle Unterstützung wären wir daher sehr dankbar und freuen uns über jeden einzelnen Spendeneuro.“  ÖAV Admont-Gesäuse: Raiffeisenbank Admont  – IBAN: AT93 3800 1000 0000 0026.