Heimische Feuerwehrkameraden beenden Einsatz auf der Rax

In mühevoller Arbeit wurden der Boden händisch umgegraben, um Glutnester abzulöschen. Foto: BFV Liezen

Auch Spezialeinheiten des Bereichsfeuerwehrverbandes Liezen waren  im Einsatz bei den verheerenden Waldbränden im Rax-Gebiet.

Sieben Flughelfer und zwei Flugeinweiser der Freiwilligen Feuerwehren Aigen im Ennstal, Admont und Hall bei Admont unterstützten bei der Bekämpfung des Feuers. Bereits Sonntag machte sich Bereichs-KHD-Beauftragter Thomas Fessl ein Bild der Lage. Im Gespräch mit dem „Ennstaler“ Dienstagabend erklärte er, dass der Einsatz für die Einsatzkräfte aus dem Bezirk Liezen vorläufig erledigt ist und die Kräfte abgezogen werden. Seiner Einschätzung nach wird der Gesamteinsatz noch bis Samstag oder Sonntag andauern. Insgesamt beteiligten sich rund 7.800 Personen an der Brandbekämpfung. Die Löscheinsätze, so Fessl, gestalteten sich aufgrund des steilen und unzugänglichen Geländes als äußerst schwierig. Der Wind fachte Glutnester immer wieder von Neuem an. Die Löschwasserversorgung erfolgt über Hubschrauber, zehn standen insgesamt im Einsatz, darunter auch Alouette III der Garnison Aigen im Ennstal. „Unsere Kameraden bringen viel Erfahrung bei Waldbränden mit – das wird hier sehr geschätzt“, so Fessl. Diese befüllten Löschwasserbehälter im Gelände, von wo aus die Bodenmannschaften mittels Tragkraftspritze mit mehreren D-Rohren die Brandbekämpfung durchführten bzw. ihre Bambi-Buckets füllten. Der Boden musste in mühevoller Arbeit händisch umgegraben werden, um Glutnester freizulegen und ablöschen zu können. Von steirischer Seite haben sich auch LBDS Erwin Grangl und Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Reinhold Binder ein Bild vor Ort gemacht und lobten die geleistete Arbeit und gelebte Kameradschaft über die Bundesländergrenzen hinweg. Laut Oberbrandrat Binder leistete die Flugdienststaffel Nord mit ihrem enormen Pensum an Erfahrung bei Waldbränden im alpinen Bereich unvorstellbare und hochprofessionelle Arbeit an der Leistungsgrenze. Auch Fessl betont: „Es ist faszinierend für mich, dass wir es immer wieder schaffen, in der Arbeitszeit so viele Leute zusammenzubringen, die das unentgeltlich und freiwillig machen.“ Er lobte auch die perfekte Zusammenarbeit mit Einsatzkräften aus dem Ausland.