Grüne Akzente in der Gemeinderatswahl

Sepp Gruber, Lambert Schönleitner und Gundula Uray stellten ihr „Paket für lebenswerte steirische Regionen“ vor Foto: Ennstaler

„Lernen aus der Krise“ lautet das Wahlmotto der Grünen für die Gemeinderatswahl. In einem Pressegespräch präsentierten LAbg. Lambert Schönleitner, Gundula Uray, Spitzenkandidatin in Irdning, und Sepp Gruber, Nummer zwei der Grünen in Liezen, ihr „Paket für lebenswerte steirische Regionen“.

Das Bewusstsein für die Wichtigkeit einer regionalen Versorgung sei eine große Chance, die aus der Krise mitgenommen werden könne. Die Coronakrise habe gezeigt wie wichtig kleine Strukturen seien und welche wirtschaftlichen und politischen Fehlentwicklungen es gegeben habe. Gerade die kleinen Unternehmen traf es am härtesten. Deshalb müssen „Kleinbetriebe in den Regionen, die Arbeitsplätze schaffen massiv unterstützt werden“, so Schönleitner. Außerdem müsse der Grad der Selbstversorgung in den Regionen wieder angehoben werden. 15 Millionen Euro sollen jährlich in eine Direktvermarktungsstrategie fließen. Absurde Hygienebestimmungen und Bürokratie erschweren es zusätzlich vielen regionalen Produzenten ihre Produkte direkt an Konsumenten zu verkaufen.

Raumordnung und Mobilität

Spitzenkandidatin in Irdning-Donnersbachtal Gundula Uray möchte sich auf vielen Ebenen einbringen. Allen voran thematisiert sie die Baukultur und den Ortsbildschutz. Die Ansiedelung von Firmen außerhalb des Ortsgebietes seien unnötige Flächenversiegelungen und schwächen mehr und mehr den Ortskern. Auch das Angebot des öffentlichen Verkehrs sei in ihrer Heimatgemeinde nicht zufriedenstellend. „Während der Ferien gibt es beispielsweise keine Möglichkeit für Einwohner aus Donnersbachwald mit dem Bus nach Irdning zu kommen“, so Uray. Selbst für entlegene Wohngebiete müsse es mehrere Verbindungen pro Tag ins nächstgelegene Zentrum geben. Sepp Gruber, Listenzweiter in Liezen, möchte „den roten Block zum kreativen Nachdenken bringen.“ Mit den innovativen Ideen der Grünen solle eine nachhaltige und sinnvolle Entwicklung in Liezen passieren. „Es wird zwar brav verwaltet, aber es fehlen die Visionen“, bringt es Gruber auf den Punkt.

Zweitwohnsitze, Schwerverkehr und Leitspital

Drei zentrale Themen, die speziell den Bezirk Liezen betreffen, sind die Eckpfeiler des regionalen Wahlprogramms: Die Grünen nehmen sich der Zweitwohnsitzthematik an und treiben das Thema auch auf Landesebene voran. „Die Grünen haben im Landtag eine Initiative ergriffen mit einem Antrag. aufgrund dieses Antrages wurde ein Unterausschuss gerichtet. Im von den Grünen initiierten Unterausschuss wurden bereits konstruktive Gespräche geführt. Dabei solle das Baurecht novelliert werden, um einfacher gegen illegale Zweitwohnsitze vorgehen bzw. diese verhindern zu können. Nach dem Fahrverbot für den Durchzugschwerverkehr auf der B320 sollen weitere Straßen davon befreit werden. Erst bei der letzten Landtagssitzung brachte Schönleitner Anträge dafür ein. Im Konkreten geht es um Mautflüchtlinge auf der B117 (Buchauerstraße), der B114 (Triebener Tauern) und der B146 (Gesäusestraße). Das dritte Kernthema ist die Gesundheitsversorgung. „Wir wollen einen Neustart“, sagt Lambert Schönleitner. Dabei solle unter anderem genau geprüft werden ob das bestehende LKH in Rottenmann als Leitspital erweitert werden könne.