Großartige Leistungen von Schladming und Rottenmann

Die Kicker des FC Schladming jubeln über den 2:0-Sieg.

WM-Städter gewannen Spitzenspiel, starke Aufholjagd der Paltentaler. ATV Irdning verlor als bessere Mannschaft am Ende klar.

FC Schladming und SV Rottenmann sind weiterhin das Maß aller Dinge in der Oberliga Nord. Die beiden Vereine gewannen in der vergangenen Runde das vierte Spiel in Serie und liegen damit ohne Punkteverlust und mit dem gleichen Torverhältnis ex aequo an der Tabellenspitze. Im Schlagerspiel feierte Schladming vor knapp 500 Zuschauern gegen Trofaiach einen knappen 2:1-Heimsieg. In der ersten Halbzeit hatten die Gäste zwar mehr Spielanteile, doch je näher sie dem gegnerischen Tor kamen, desto mehr waren sie mit ihrem Latein am Ende. Die WM-Städter zeigten sich hingegen bei ihren Angriffen stets gefährlich und in der 13. Minute vergab Adrian Wass auch die erste hundertprozentige Chance zur Führung. Nach einer Flanke von der linken Seite brachte der heimische Kicker das Leder völlig freistehend aus kurzer Distanz nicht im gegnerischen Tor unter. Das Heimteam setzte auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit mehr Nadelstiche in der Offensive und in der 39. Minute durften die heimischen Fans dann auch über die Führung jubeln. Nach einem Eckball brachten die Gäste den Ball nicht weg und Sebastian Auer erzielte in der Folge mit einem satten Schuss vom Elfmeter die 1:0-Führung. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde Simon Petscharnig nach einem Solo im Strafraum gefoult und Adrian Wass verwertete den dafür verhängten Strafstoß zum 2:0-Pausenstand. In den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit versiebten Daniel Krammel und Christoph Schwarz zwei große Möglichkeiten, um das Match vorzeitig zu entscheiden. Schladming war auch in der restlichen Spielzeit die giftigere Mannschaft, doch der Elan ließ mit Fortdauer etwas nach. In der Schlussminute gelang den Gästen durch einen Foulelfmeter der Anschlusstreffer zum 2:1-Endstand. Mit diesem Sieg blieben die Schladminger auch im 19. Spiel in Folge ungeschlagen.

Ein starke Partie sahen auch die Zuschauer im Rottenmanner Paltenstadion. Die Hausherren lagen gegen die KSV-Amateure zur Pause mit 0:2 zurück und so rückte die erste Saisonniederlage in bedrohliche Nähe. Das SVR-Team kam aber wie verwandelt aus der Kabine und bereits in der 49. Minute gelang Octavian Draghici mit einem platzierten Schuss vom Sechzehner das Anschlusstor. In der 68. Minute erzielte derselbe Spieler mit einem Freistoß den Ausgleich zum 2:2. Die Jungfalken gingen in der 71. Minute durch einen ebenfalls platziert getretenen Freistoß erneut mit 2:3 in Front, doch gegen das Finish der Hausherren war kein Kraut mehr gewachsen. Octavian Draghici gelang in der 83. Minute mit seinem dritten Tor in dem Spiel der abermalige Ausgleich und nur zwei Minuten später erzielte Tiberiu Chivoiu die erstmalige Führung für die Paltentaler. In der Nachspielzeit sorgte dann Tim Jelenko mit seinem Treffer zum 5:3  für die endgültige Entscheidung. „Erstmals in dieser Saison waren wir mit einem Rückstand konfrontiert und haben diese Situation bestens gemeistert. Das spricht für die gute Moral unserer Kicker. Zudem fehlten mit Timotej Dodlek und Rok Straus zwei absolute Leistungsträger“, sagt ein stolzer sportlicher Leiter Franz Mandl.

Wie brutal Fußball sein kann, sah man wieder einmal im Match Irdning gegen Thörl. Die Hausherren verloren mit 1:5, doch dieses Ergebnis spiegelt den wahren Spielverlauf in keinster Weise wider. Nachdem die Irdninger eine Vielzahl von Chancen vergaben, gingen sie in der 44. Minute durch Daniel Adelwöhrer verdient in Führung. Doch nur eine Minute später kamen die Gäste zum glücklichen Ausgleich und in der 64. Minute erzielten sie sogar die 1:2-Führung. Zwei Minuten später vergab Alexander Hofer mit einem verschossenen Elfmeter die große Chance auf den Ausgleich. Es kam in Folge aber noch dicker für die Blau-Weißen, denn nur kurz darauf erhöhten die Mürztaler nach einem Tormannfehler auf 1:3. Dieses unnötige Gegentor brach die Moral der Irdninger endgültig und so kassierten sie bis zum Schlusspfiff noch zwei weitere Treffer zum 1:5-Endstand. Interimstrainer Günter Thalhamer musste somit bei seinem Debüt gleich eine bittere Niederlage hinnehmen. Sektionsobmann Markus Kriechbaum verstand die Welt nicht mehr: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Bis zum Stand von 1:3 dominierten wir das Match klar und hätten es schon längst für uns entscheiden können.“

Das Spiel Bad Mitterndorf gegen St. Peter/Kbg. wurde abgesagt.

Vorschau

Sämtliche vier Vereine des Bezirkes Liezen müssen in dieser Runde auswärts antreten. Zwei Clubs sind dabei am heutigen Freitag mit Beginn um 19 Uhr im Einsatz. Im Spitzenspiel gastiert Leader Schladming beim Tabellenvierten ESV Knittelfeld. Die Murtaler sind in dieser Saison bislang gut unterwegs und haben auch beide Heimspiele gewonnen. In der jetzigen Verfassung ist es den Ennstalern aber durchaus zuzutrauen, auch im 20. Spiel in Serie ungeschlagen zu bleiben. Der SV Rottenmann geht als Favorit in das Auswärtsspiel gegen Aufsteiger Thörl.

Am morgigen Samstag muss Bad Mitterndorf in Obdach (Beginn 17 Uhr) antreten. Die Salzkammerguter peilen in der Partie den zweiten Auswärtssieg in Folge an. Mit Beginn um 19 Uhr ist ATV Irdning morgen, Samstag, beim Aufsteiger St. Peter/Kbg. zu Gast. Sektionsobmann Markus Kriechbaum erwartet sich im Murtal vor allem ein kämpferisches Spiel: „Ich hoffe, dass wir nach der bitteren und unverdienten Niederlage gegen Thörl wieder in die Spur finden. Die ersten Partien waren sicher nicht zufriedenstellend, doch noch ist nichts verloren.“

Rücktritt von Stefan Knapp als Irdning-Trainer

Nur drei Runden dauerte die dritte Trainerära von Stefan Knapp beim ATV Irdning. Der 46-jährige UEFA-A-Lizenz-Coach trat nach der 0:4-Heimniederlage gegen Rottenmann überraschend zurück. Im Match gegen Thörl saß Tormanntrainer Günter Thalhamer auf der Betreuerbank der Irdninger.

Wie Sektionsobmann Markus Kriechbaum im Gespräch mit dem „Ennstaler“ sagte, wird der ehemalige Landesligatorhüter zumindest auch im morgigen Auswärtsspiel gegen St. Peter/Kbg. als Trainer fungieren. „Wir haben keine Eile und werden in aller Ruhe einen Trainer suchen“, so Kriechbaum.