„Grimmingbrücke“ in Trautenfels nimmt Formen an

Im September soll die „Grimmingbrücke“ als zentrales Bauwerk des Knotens Trautenfels stehen. Foto: Tritscher

Zu einer Baustellenbesichtigung bei der Kreuzung Trautenfels lud kürzlich Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang. Gemeinsam mit LAbg. Michaela Grubesa, Landesbaudirektor Andreas Tropper und Theodor Obrietan, Geschäftsführer von Massivbau, wurde an der „Grimmingbrücke“ der Baufortschritt begutachtet.
„Vor einem Jahr haben wir begonnen und heute stehen wir zehn Meter höher“, zeigte sich Obrietan begeistert. Die Brücke ist das zentrale Bauwerk des Knotens Trautenfels. Bereits im September sollen die Arbeiten fertig sein. Verbaut werden in Summe 3456 Kubikmeter Beton und 652 Tonnen Stahl. „Mit einer Länge von 135 Metern wird sie dann auch die längste, sogenannte integrale Brücke Österreichs sein“, so Lang. Als Brückenübergangskonstruktion wurden spezielle UHPFRC-Platten verwendet. Projektleiter Johannes Köberl von der A16, Verkehr und Landeshochbau, erklärt: „Der Begriff UHPFRC steht für ein mit speziellen Fasern verstärkter ultrahochfester Beton, der bei einer Bauteildicke von nur wenigen Zentimetern die Verformungen der Brücke so aufnehmen kann, dass die Straße keinen Schaden nimmt. Denn Stahlbeton verändert seine Ausdehnung in Abhängigkeit zur Temperatur. Dabei sind bei herkömmlichen Brücken Bewegungen von mehreren Zentimetern möglich, die durch spezielle Fahrbahnübergangskonstruktionen aufgenommen werden und in Betrieb und Erhaltung wartungs- und kostenintensiv sind.“
Ebenfalls fleißig gearbeitet wird bei der Kreuzung Trautenfels am darunterliegenden Kreisverkehr. Bereits im Sommer nächsten Jahres soll die Verkehrsfreigabe erfolgen.
B 320: Weitere Maßnahmen
Landesverkehrsreferent Lang berichtete ebenso über die weiteren geplanten Maßnahmen, die auf der B 320, der Ennstal-Bundesstraße, zur Umsetzung kommen. So wird ab September der Lückenschluss des Begleitweges in Tipschern realisiert. Ebenso wurden in der letzten Regierungssitzung vor der Sommerpause 220.000 Euro für die Planung der „Trassenabrückung Ennsling mit Errichtung von Begleitwegen“ in Haus im Ennstal genehmigt. Das Projekt mit Investitionskosten von rund drei Millionen Euro sollte noch Ende nächsten Jahres gestartet werden. An der Talstation Hauser Kaibling befindet sich die bestehende niveaufreie Anschlussstelle der B 320, die mit Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren ausgestattet ist und eine Anbindung zum untergeordneten Straßennetz der Marktgemeinde Haus mit Anschluss zum Parkplatz der Talstation besitzt. In Richtung Westen zum Ortszentrum ist die Begleitstraße bereits vorhanden. Ferner ist eine Begleitstraße, die sich südlich der B 320 befindet und in östlicher Richtung führt, bis zu McDonald‘s bzw. dem Ennslingweg im Bestand gegeben. „Ab diesem Einmündungspunkt bis zum Ortsteil Ruperting fehlt die Begleitstraße in Richtung Osten. Hier sind die Anrainer gezwungen, die B 320 zu benutzen und ihre Liegenschaften zum Teil über direkte Zufahrten an der Ennstalstraße zu erreichen. Dies führt bei dem bestehenden hohen Verkehrsaufkommen von im Schnitt 12.000 Kfz täglich und der derzeit bestehenden 80-km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung mitunter zu gefährlichen Verkehrssituationen, wobei auch bereits tödliche Unfälle zu beklagen waren“, so Projektleiter Thomas Waidgasser von der A16, Verkehr und Landeshochbau. Um die Begleitstraße realisieren zu können, muss im Bereich der B 320 eine Abrückung der Trasse in Richtung Norden erfolgen. Die bestehende Anschlussstelle an der Talstation Hauser Kaibling (eine vierarmige Kreuzung) wird durch einen Kreisverkehr ersetzt. Die Beschleunigungs- und Verzögerungsspuren werden dem Stand der Technik angepasst. Zudem ist eine Gehwegunterführung unter der B 320 mit Errichtung einer Bushaltestelle im Bereich der Begleitstraße geplant.