Golfprofi Matthias Schwab lässt die Saison Revue passieren

Matthias Schwab (rechts) mit seinen Bruder Johannes, der ihn zeitweise als Caddy begleitet.

Der Ennstaler Spitzengolfer Matthias Schwab erholt sich zur Zeit noch in seinem Heimatort Rohrmoos von der vergangenen Saison. Dabei stehen für den 26-jährigen Golfprofi Skitouren und andere aktive Erholung im Vordergrund.
In ungefähr einer Woche startet Matthias Schwab in Dubai mit der Vorbereitung für die neue Saison. Ab 21. Jänner erfolgt für den Athleten in Abu Dhabi der Turnierauftakt im Jahr 2021. Für die Golf-Fans ließ der sympathische heimische Sportler die abgelaufene Saison nochmals Revue passieren. „Nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie war das Jahr 2020 für mich wie eine Hochschaubahn der Gefühle. Nach dem Start beim HSBC Abu Dhabi Mitte Jänner ging die Formkurve kontinuierlich nach oben. Ausgerechnet nach dem 21. Platz beim Qatar Masters und einem richtig guten Gefühl für das nächste Turnier in Indien, das sicher zu einem meiner Lieblingsturniere im Kalender zählt, wurde die Saison abrupt unterbrochen und alles auf den Kopf gestellt. Ich war seit der College-Zeit nicht mehr so lang am Stück daheim.“ So viel Zeit mit der Familie zu verbringen und an der Fitness zu arbeiten, Französisch zu lernen und Playstation zu zocken sei schon sehr cool gewesen. Nach dieser Zeit war Schwab aber froh, als er wieder auf den Golfplatz durfte, um an seinem Schwung zu feilen und seine gesteckten Ziele zu erreichen. Es standen noch große Herausforderungen auf dem Programm. „Ein Highlight für mich war dann die US-Tour, wo ich das erste Major meiner Karriere bestritt. Der folgende 3. Platz beim Barracuda Championship war für den Kopf extrem wichtig. Damit habe ich nämlich bewiesen, dass ich, wenn alles zusammenpasst, auch auf der US-PGA-Tour um den Sieg mitkämpfen kann.“ Es war gleichzeitig auch das beste Endresultat eines österreichischen Golfers auf der US-Tour überhaupt. Eine Woche später spielte er dann als jüngster Österreicher bei einem Major. Zweifelsohne ein Meilenstein in seiner Karriere. „Es war schon richtig genial mit den erfolgreichsten Spielern der Welt auf die Runde zu gehen und die PGA Championship sowie die US-Open nicht nur im TV zu verfolgen. Das Drumherum, die Aufmerksamkeit und das Umfeld – einfach einzigartig. Klar, sportlich gesehen hätte es beim PGA Championship ein bisschen runder laufen können. Ich habe so aber so viel für mein Spiel mitgenommen, so viele Eindrücke gesammelt um bei den kommenden Majors ab dem ersten Abschlag voll da zu sein und genau zu wissen, was mich erwartet“, so Schwab. Nach dem 13. Platz beim Alfred Dunhill Championship und Rang 14. bei seinem Saisonfinale, den South African Open, waren die Akkus richtig leer. Aufgrund der langen Pause im Frühjahr war der Turnierkalender in der zweiten Jahreshälfte extrem dicht gefüllt. Da blieb nicht viel Zeit zum Durchschnaufen. Das zehre am Körper und noch viel mehr an der mentalen Frische, die in seinem Turnierverlauf extrem wichtig sei. „Seit dem Re-Start war ich immer auf Spannung und darum heißt es für mich bis zum Trainingsstart in Dubai die Schläger auf die Seite zu legen und an andere Sachen wie Golf zu denken. In der neuen Saison stehen wiederum viele Highlights auf dem Programm und dabei hoffe ich meine Bestleistung konstanter auf das Grün zu bringen“, freut sich Matthias Schwab schon auf die kommende Saison.