Gesundheitszentrum Admont: Zwei Kassenärzte sind nun fix

Die beiden Allgemeinmediziner Eva Maria Petz (4.v.li.) und Oliver Petz (2.v.li.) werden ihre Praxen im neuen Gesundheitszentrum in Admont eröffnen. Bürgermeister Hermann Watzl (li.), Abt Gerhard Hafner (3.v.li.) und Stift Admonts Wirtschaftsdirektor Franz Pichler (re.) freuen sich über die gelungene Umsetzung der Einrichtung.

Die Kooperation zwischen dem Benediktinerstift Admont, der Marktgemeinde Admont, der Sozialversicherung, dem Gesundheitsfonds Steiermark und dem Land Steiermark wurde nun fixiert. Somit kann das neue Gesundheitszentrum im Frühjahr offiziell eröffnet werden.
Nach einer intensiven Suche sei es nun auch gelungen, kompetente Kassenärzte für das neue Gesundheitszentrum in Admont gewinnen zu können, heißt es von Seiten des Benediktinerstiftes Admont. Dr. Eva Maria Petz und Dr. Oliver Petz werden gemeinsam mit einem Team von VertretungsärztInnen, diplomiertem Pflegepersonal und unterschiedlichen Anbietern von Gesundheitsberufen das Zentrum betreiben und eine Kassenpraxis für Allgemeinmedizin eröffnen. Schon in wenigen Wochen stehen durch das neue Gesundheitszentrum den Bewohnern des Großraums Admont und Gesäuse zusätzlich zum Angebot von zwei Allgemeinmedizinern auch die Bereiche Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychotherapie, Sozialarbeit und Diätologie zur Verfügung. Mit der Wahlärztin Dr. Bettina Gölles hat auch eine Gynäkologin ihre Praxis im neuen Gesundheitszentrum eröffnet.
Das Gesundheitszentrum Admont wurde in der ehemaligen Stiftstischlerei in unmittelbarer Nähe zur Stiftsapotheke errichtet und verbindet ein stilvoll renoviertes Altbau-Objekt mit der Gesundheitsversorgung von morgen. Die Beweggründe auf eigenem Areal ein Gesundheitszentrum zu initiieren und umzusetzen, erklärt der Vorsteher des Benediktinerstiftes Admont, Abt Gerhard Hafner, wie folgt: „Fast auf jeder Seite des Evangeliums ist zu lesen, wie Jesus sich kranken Menschen zugewandt hat. Daraus ergibt sich die christliche Verantwortung, für Menschen mit körperlichen und seelischen Leiden da zu sein. Abt und Kapitel haben deshalb sofort zugestimmt, das Gesundheitszentrum auf Stiftsareal zu erreichen. Zusätzlich war auch die Situation in Admont ein innerer Motivationsschub. Arzt um Arzt ging in den Ruhestand, doch keine Nachfolger traten an ihre Stelle, weshalb Stift und Gemeinde dieses Zentrum errichten wollten, besonders im Hinblick darauf, praktische Ärzte für die Region gewinnen zu können“, so der Abt.
Die Suche ist beendet
„Die Marktgemeinde Admont wird in absehbarer Zeit das große Problem der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung abschließen können. Dank der vorbildlichen Kooperation mit dem Stift Admont und mit finanzieller Beteiligung sowohl von der Gemeinde als auch des Landes entstand ein Gesundheitszentrum, das in medizinischer Sicht Vorreiter in vielen Belangen sein wird. Gott sei Dank konnte nun auch die Suche nach Medizinern abgeschlossen werden und einer Eröffnung noch im Frühjahr steht nichts mehr im Wege“, freut sich Admonts Bürgermeister Hermann Watzl.
Um der Bevölkerung ein besonders breites medizinisches Angebot zur Verfügung zu stellen, werden manche Praxen außerhalb der Primärversorgung nach dem Time-Share-Prinzip betrieben. Durch diese Art der Praxisgemeinschaft können mehrere ÄrztInnen und andere medizinische Dienstleister die gleichen Räumlichkeiten zu unterschiedlichen Zeiten nutzen.
Großinvestition getätigt
Mit den erweiterten Öffnungszeiten von über 40 Stunden pro Woche und der interdisziplinären Zusammensetzung von Ärzten, Pflegepersonal und unterschiedlicher Gesundheitsberufen kann den Patienten auch ein erweitertes Leistungsspektrum angeboten werden. Neben einer umfassenden hausärztlichen Versorgung samt Lotsenfunktion stehen eine erweiterte Chronikerversorgung, eine erweiterte Betreuung und Beratung durch die diplomierte Pflege sowie therapeutische Leistungen zur Verfügung. Zudem wird ein besonderer Schwerpunkt auf die physikalisch-orthopädische Versorgung gelegt. Aber auch Gesundheitskompetenz sowie Angebote zur Förderung von Gesundheit und Prävention vor Krankheiten wurden in den Versorgungsauftrag aufgenommen.
„Wir freuen uns, damit wesentlich zur Sicherung und Entwicklung der Region in und um Admont beizutragen und sehen das als unseren Dienst an den Menschen und der Region. Insgesamt werden fast 3 Millionen Euro von Seite des Benediktinerstiftes Admont investiert“, spricht Wirtschaftsdirektor Franz Pichler.
Das Primärversorgungszentrum in Admont ist steiermarkweit das zehnte von insgesamt 30 geplanten Einrichtungen dieser Art und richtet sich nach dem Gesundheitsplan 2035. Die Vorteile der neuen Pimärversorgungszentren liegen für Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß auf der Hand: „Das Zusammenwirken mehrerer ÄrztInnen sowie VertreterInnen unterschiedlicher Gesundheitsberufe ermöglicht patientenfreundliche Öffnungszeiten sowie ein erweitertes Leistungsangebot und besseren Service für BürgerInnen der Region“, so Bogner-Strauß. Die Gesundheitslandesrätin betont zudem, dass „Gesundheitszentren ein entscheidender Bestandteil einer umfassenden, flächendeckenden und modernen Gesundheitsversorgung in der Steiermark sind und die Versorgung mit HausärztInnen ergänzen.“  
In Ergänzung zu den kassenärztlichen Ärztehonoraren werden von der Sozialversicherung und vom Gesundheitsfonds Steiermark für zusätzliche Gesundheitsleistungen bis 2025 Gesamtmittel von maximal 1,013.000 Euro zur Verfügung gestellt, heißt es in einer Pressemitteilung.