Gekommen um zu bleiben

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Obwohl die Bezüge der Beamten und der Pensionisten um deutlich über neun Prozent angestiegen sind, spielt die aktuelle Lage finanziell dem Staat in die Hände. Seine Schulden werden durch die Inflation deutlich weniger wert und durch den starken Anstieg der Löhne und Preise sprudeln die Einnahmen wie nie zuvor. Damit ist der Staat der einzige Gewinner der galoppierenden Inflation.

Am anderen Ende stehen die Sparer, derer Vermögen so rasant dahinschmilzt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Trotz der starken Teuerung sind die Zinsen nach wie vor niedrig, ein realer Wertverlust von sechs bis acht Prozent pro Jahr ist aktuell schon ein „guter“ Wert. Zudem ist spätestens mit dem zu erwartenden Lohnabschluss im Handel die Lohn-Preisspirale endgültig in voller Fahrt. Es ist daher weiterhin mit einer recht hohen Inflation zu rechnen, die sich auch zukünftig deutlich über dem EU-Schnitt bewegen wird.

Das führt zu einer signifikanten Schwächung der österreichischen Wettbewerbsfähigkeit und damit auf Dauer auch zu einem sinkenden Wohlstandsniveau. Dieses ist am Ende auch das einzige nachhaltige Mittel zur Inflationsbekämpfung. Erst wenn die Einkommen sinken und gespart werden muss, sinken wegen mangelnder Nachfrage auch die Preise. Das unreflektierte Ausschütten von Geld über der Bevölkerung verursacht das Gegenteil, wie uns das letzte Jahr eindrucksvoll bewiesen hat. Man verursachte Inflation, anstatt sie zu bekämpfen – und das auf Dauer.

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