Fahrverbot übertrifft Erwartungen

Franz Zenz, Leiter des Straßenerhaltungsdienstes, Verkehrslandesrat Anton Lang, LAbg. Michaela Grubesa und Bezirkshauptmann Josef Dick bei der Anbringung der Hinweistafeln vor rund einem Jahr.

Der Schwerverkehr auf der B 320 hat sicher innerhalb eines Jahres um 62 Prozent reduziert.
Das am 23. Oktober 2019 in Kraft getretene Tagfahrverbot für den Durchzugs-Schwerverkehr zwischen Liezen und Mandling zeigt Wirkung. Das Bezirkspolizeikommando Liezen berichtet einen Rückgang des Schwerverkehrs um 62 Prozent. „An unserer Messstelle in Trautenfels zählen wir in etwa 1000 LKWs weniger pro Tag“, sagt Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher. Wobei das Verbot alleine nicht genüge, denn „würde die Polizei nicht intensiv kontrollieren, hätten wir innerhalb kürzester Zeit wieder den selben Durchzugs-Schwerverkehr.“ Deutlich erkennbar sei auch ein Rückgang an Tagen wo kontrolliert werde. „Die LKW-Fahrer sind via CB-Funk untereinander vernetzt. Manche Mautflüchtlinge umfahren die B 320 nur dann, wenn Strafen drohen“, so Sulzbacher. Insgesamt stellte die Exekutive bisher über 1700 Organmandate aus, fast ebensovielen LKWs wurde die Durchfahrt untersagt. „Die allgemeine Erwartung zur Reduktion des Lkw-Verkehrs von 43 Prozent konnte mit 62 Prozent deutlich übertroffen werden. Dieses Ziel wurde erreicht, indem wir wiederkehrende Kontrollen durchgeführt haben“, sagt der Verkehrsreferent des Bezirkspolizeikommandos Liezen Raimund Sulzbacher. Neben dem Tagfahrverbot von 5 bis 22 Uhr kontrollierte die Verkehrspolizei auch verstärkt das seit 2013 geltende LKW-Nachtfahrverbot.