EU-Katastrophenschutzübung in Eisenerz

Internationale Teams probten in Eisenerz für den Ernstfall. Übungsszenario war ein Erdbeben mit verschütteten und vermissten Personen.

Nach monatelangen Vorbereitungsarbeiten war die Region Eisenerz zum zweiten Mal nach 2018 Schauplatz der EU-Katastrophenschutzübung „ModEX". Nach einem fiktiven Erdbeben in der Obersteiermark wurde über den Europäischen Katastrophenschutzmechanismus um Unterstützung für Such- und Rettungseinsätze angesucht. Die von den Mitgliedsländern entsandten Teams aus ganz Europa rückten im Raum Eisenerz aus, um Verschüttete in Gebäuden und einem Parkhaus sowie Vermisste in einer Höhle zu suchen. Einsatzzentrale mit Führungsstab in der Stadt, Rollendarsteller, die mit Suchhunden und schwerstem Gerät binnen 62 Stunden aus den Trümmern zu bergen sind – das Szenario einer Katastrophe wurde realistisch dargestellt. Such- und Rettungsteams aus Vorarlberg (16 Personen) und Polen (40 Personen), Höhlenrettungsteams aus Slowenien (30 Personen) und Spanien (30 Personen) waren ebenso beteiligt wie ein Drohnenaufklärungsteam aus Frankreich und ein Team der TU-Graz. Insgesamt 90 Rollendarsteller, die unter anderem unter den Trümmern von Suchhunden aufgespürt werden mussten, komplettierten mit der internationalen 50-köpfigen Übungsleitung dem Übungsbeobachtungsteam der Europäischen Kommission sowie dem Übungsbeobachtungsteam des Schweizer Amtes für Bevölkerungsschutz das Feld der Teilnehmer. Die Fachabteilung für Katastrophenschutz und Landesverteidigung des Landes Steiermark sorgte im Verbund mit Einsatzorganisationen für reibungslose Abläufe.