Es wird eng

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Bei den fossilen Energieträgern reiht sich aktuell ein Problem an das andere. Nach den massiven Verteuerungen der letzten Monate wird jetzt auch die Versorgung immer unsicherer. Die Gaslieferungen aus Russland werden immer weniger und die Speicher sind bei weitem noch nicht so gut gefüllt, wie es für den Winter nötig wäre. Und jetzt scheint auch der Diesel knapp zu werden, nachdem ein Schadensfall in der Raffinerie Schwechat die Produktion für einige Monate zum Erliegen gebracht hat. Es ist daher absehbar, dass uns in den kommenden Monaten massive Probleme ins Haus stehen.

Schon jetzt sorgt die massive Verteuerung der Energie für einen noch nie da gewesenen Inflationsschub, der auch auf zahlreiche andere Warengruppen, wie zum Beispiel Lebensmittel, durchschlägt. Dadurch sinkt der Wohlstand der Bevölkerung und es ist auch in Zukunft mit einer starken Teuerung zu rechnen, da über die Lohnrunden die Inflation weiter angeheizt wird. Bis zu einem gewissen Grad kann die Politik hier Maßnahmen zur Linderung setzen, was auch bereits gemacht wird.

Anders sieht es bei der generellen Verfügbarkeit von Energie aus. Hier können die Versäumnisse der Vergangenheit nicht in kurzer Zeit aufgeholt werden. Wenn uns also im Winter die Energie ausgehen sollte, ist mit massiven Einschränkungen der Wirtschaft zu rechnen, mit Insolvenzen, tausenden neuen Arbeitslosen und einer nachhaltigen Vernichtung von österreichischem Vermögen. Es wird also jedenfalls eng und Besserung ist nicht wirklich in Sicht.