Es reicht!

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Mit der jüngsten Ankündigung, Gastronomie, Beherbergung und Kultur noch mindestens bis Ostern geschlossen zu halten, hat die Regierung den Bogen wohl überspannt. Angesichts sinkender Todeszahlen, genug Kapazität in den Spitälern, massiv gestiegener Testzahlen und trotzdem stabiler Anzahl der Neuinfektionen scheint diese Vorgehensweise nicht mehr gerechtfertigt. Immerhin sind die negativen Auswirkungen des Lockdowns schon so massiv, dass auch sie in die Beurteilung der Lage mit einfließen müssen. So scheint außer Corona momentan kaum mehr eine Krankheit behandelt zu werden, was sich am besten an der Bilanz der Krankenkassen ablesen lässt. Es fließt so wenig Geld in medizinische Behandlungen, dass die Kassen trotz Rekordarbeitslosigkeit eine schwarze Null schreiben. Zudem explodiert die Zahl der psychischen Erkrankungen, was auf längere Zeit eine massive Gefahr für die Volksgesundheit darstellt. Dem Kampf gegen Corona das alles unterzuordnen, kann wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Außerdem kippt die Wirtschaft immer weiter in Richtung Hoffnungslosigkeit. Ohne Gastronomie läuft auch das Geschäft im Handel mehr als schleppend und sämtliche Zulieferer der Freizeitwirtschaft haben zwar offen, aber keine Aufträge. Und die hauptbetroffenen Gastronomen und Hoteliers sind ohnehin verzweifelt und am Weg in die Insolvenz. Wenn es nicht schnellstens eine vernünftige Perspektive gibt, wird die Stimmung in der Bevölkerung wohl endgültig kippen, denn so kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen.