„Ennstal-Mehl“ erhält Innovationspreis

Franz Neuper und seine Familie freuen sich über die Auszeichnung: Enns­tal-Mehl soll ein „Leuchtturm-Produkt“ der Region werden. Foto: Danner

Der Agrarinnovationspreis „Vifzack 2022“ der Landwirtschaftskammer ging dieses Jahr an Franz Neuper und Patricia Zach aus Altirdning für ihr „Ennstal-Mehl“.

„Frischer Wind in der Landwirtschaft sichert die Zukunft vieler Höfe. Innovation ist kein Zufall, vielmehr ist der Weg von der ersten Idee bis zum Markterfolg ein spannendes und herausforderndes Wagnis“, gratuliert Präsident Franz Titschenbacher den Siegern.

Die Freude bei Franz Neuper und seiner Familie ist groß: „Wir starten voll durch und sind erfolgreich dabei, unser Ennstal-Mehl zu einem besonderen, regionalen Leuchtturm-Produkt zu etablieren. Das Interesse an unserem regionalen Mehl ist enorm“, betonen die preisgekrönten Sieger. Hinter dem neuen Markenprodukt Enns­tal-Mehl steckt ein regionales Qualitätsmehl, das bereits in regionalen Landmarkt-Sparmärkten, in Hofläden der Umgebung, teils auch schon in der regionalen Gastronomie und natürlich direkt ab Hof regen Absatz findet. „Derzeit sind wir auch in vielversprechenden Gesprächen mit Ennstaler Bäckereien, die Interesse an unserem Roggenmehl fürs Brotbacken haben“, freut sich der Absolvent der Höheren Lehranstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein. Jede Bestellung wird frisch gemahlen und zugestellt – weitere Bauern steigen ein. „Ich bin vom Gedanken im klimatisch für den Ackerbau nicht so begünstigten Ennstal Qualitätsroggen anzubauen, einfach nicht mehr losgekommen. Den ersten erfolgreichen Anbauversuch machte ich bereits 2014, nachdem mir mein seinerzeitiger Chef, Bernhard Krautzer, von der Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein buchstäblich diesen Floh ins Ohr gesetzt hatte“, freut sich der energiegeladene Milchbauer, der ansonsten gemeinsam mit seiner Familie 45 Milchkühe mit Nachzucht betreut. Aus der heurigen Roggenernte wird er bereits 7000 Kilo Ennstal-Mehl in seiner Getreidemühle mahlen. Mit dem Berufskollegen Martin Lackner hat er bereits einen Kompagnon gefunden, der Bio-Dinkelmehl in seiner Mühle herstellt. Künftig werden sogar fünf weitere Ennstaler Bauern in die Ennstal-Mehlproduktion einsteigen.