Endlich ein neues Formular?

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Dass sich die Regierung bei einigen Vorschriften in Coronazeiten nicht nur mit Ruhm bekleckert hat, ist hinlänglich bekannt. Die jetzt geplante Verpflichtung für Gastbetriebe, Vereine und Veranstalter, die Daten ihrer Gäste 28 Tage lang aufzubewahren, scheint wieder so ein Fall zu sein. Sie ist unwirksam (Der Besucher muss nicht ausfüllen, darf lügen und hat trotzdem Zutritt), für den Wirt aber viel Aufwand und wohl wie in Österreich üblich auch wieder mit einer Strafe bei Nichtbefolgung bedroht. Man zwingt also den Unternehmer, etwas zu liefern, was er vom Gast aber nicht kriegt.
Sehr viele Besucher werden ihre Daten wohl nicht abgeben, sei es wegen des  Datenschutzes, mit dem es bei ähnlicher Regelung in Deutschland schon Probleme gab, oder sei es schlicht aus Faulheit. Auch muss man bedenken, welche Verzögerungen und Behinderungen solch eine Regelung bringt. Etwa bei einer Sportveranstaltung, wo die Besucher in der Regel zeitgleich kommen, wäre das Chaos wohl perfekt. Alles in allem wird damit eine neue Vorschrift geschaffen, die für die Unternehmer und Veranstalter teuer und äußerst hinderlich ist, im Gegenzug aber kaum einen erkennbaren Nutzen bringt. Ein klassischer Fall, wie man das Bürokratiemonster füttert, abgesehen davon, dass eine rechtsichere Umsetzung der Vorgaben im Gesetz auch mehr als schwierig sein dürfte. Also bitte, ersparen wir uns das einfach.