Ein langer Weg

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Nach den extremen Verteuerungen bei Energie kommen nun die nächsten schlechten Nachrichten auf uns zu. An den Börsen steigen die Lebensmittelpreise um etwa ein Viertel, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die höheren Preise auch in den Supermärkten ankommen. Und auch der Rest des Lebens wird wohl noch deutlich teurer werden, schon allein wegen der höheren Transportkosten und der oftmals fehlenden oder extrem verteuerten Vormaterialien. Zudem hat der Krieg in der Ukraine die Lieferketten noch weiter beschädigt, vieles was in Europa nicht hergestellt wird, ist aktuell schlicht nicht verfügbar.

Die allgemeine Versorgungslage sollte in Europa allerdings gesichert sein, zumindest Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfes sollten stets verfügbar sein, wenn auch zu höheren Preisen. Anders sieht das bei Investitionsgütern aus, bei Autos, Maschinen oder Bauteilen aller Art gibt es teilweise Lieferzeiten, die man in der Art in Europa gar nicht kennt.

Wenn es eine Lehre aus der aktuellen Krise gibt, dann müssen wir diese Abhängigkeiten verringern. Wir werden wieder selbst mehr Industriegüter herstellen müssen, wenn wir nicht völlig von China, Russland und Co. abhängig sein wollen. Im besten Fall hochwertigere Güter, die dann auch länger verwendet werden, was auch höhere Preise leistbar macht und zudem die Umwelt schont. Sicher ein langer und schwieriger Weg, aber angesichts der aktuellen Lage alternativlos.