Die halten uns für blöd

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Nach acht Wochen Hauen und Stechen auf Kindergartenniveau sind wir jetzt also im Intensivwahlkampf angekommen. Bisher ist davon inhaltlich allerdings kaum etwas zu bemerken. Jetzt kommt zwar die Zeit der intensiven Werbung, der Plakate, der Inserate und der noch häufigeren öffentlichen Auftritte. Aber außer Stehsätzen und allgemeinen Geldgeschenksversprechen hat man noch nicht viel gehört. Dabei drohen uns ein weiterer Rückgang des Wirtschaftswachstums und ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, was durchaus intelligente Gegenmaßnahmen notwendig machen würde.
Stattdessen sehen wir dasselbe unwürdige Spiel wie nach jeder strittigen politischen Scheidung der jüngeren Vergangenheit. Hemmungslos werden im Parlament Geschenke verteilt, allein die Pensionserhöhung wird uns in den nächsten Jahren Milliarden an Mehrkosten bescheren. Dass dann auch noch alle drei größeren Parteien aus Feigheit vor dem Wähler für jedes Geschenk stimmen und das Ganze damit keinen Sinn ergibt, ist nur die tragische Spitze der Unvernunft.
Alles in allem haben wir es bisher mit einem absolut inhaltsleeren Wahlkampf zu tun. Es scheint, als wäre man zur Gänze auf die Erfahrungen aus der Vergangenheit angewiesen, um eine Präferenz für eine Partei zu entwickeln. Denn das bisher Gezeigte wird wenig geeignet sein, die Meinungsbildung zu unterstützen. Aber scheinbar hält uns die Politik für so blöd, dass sie es trotzdem immer wieder versucht.