Der WSV Liezen trennte sich von Trainer Helmut Edelmaier

Christoph Schwarz, Mario Köll, Mario Gruber, Daniel Köll (v.l.) erzielten die Tore des SV Pruggern beim 5:1-Auswärtssieg gegen den WSV Liezen.

Bereits vor dem Bezirksderby zwischen WSV Liezen gegen Pruggern gab es eine Hiobsbotschaft. Die Vereinsleitung trennte sich nach vier Niederlagen aus den ersten fünf Runden am Ende der Woche von Trainer Helmut Edelmaier.
Vorerst übernimmt Sektionsleiter Amandus Stangl gemeinsam mit Kapitän Manuel Eingang das Coaching. „Wir wollen jetzt nichts überstürzen und uns in Ruhe um einen geeigneten neuen Trainer umschauen. Als längerfristige Lösung sehe ich uns aber nicht“, so der Sektionsleiter. Im Spiel selbst sorgte Christoph Schwarz bereits in der 5. Minute nach einem Alleingang auf der linken Seite mit einem satten Schuss ins Kreuzeck für die frühe Führung der Pruggerer. Gut eine Viertelstunde später startete Stefan Werner Hintsteiner auf der linken Seite so richtig durch und erzielte in der Folge mit einem platzierten Schuss ins lange Eck den Ausgleich zum 1:1. Kurz darauf vergab David Sara eine hundertprozentige Möglichkeit zum 2:1 für die Werkssportler. Mit Fortdauer kamen die Gäste aber immer besser ins Spiel und übernahmen so auch das Kommando. Mit zwei Toren binnen drei Minuten brachten Mario und Daniel Köll die Pruggerer noch vor der Pause auf die Siegesstraße. Mario Gruber erhöhte fünf Minuten nach Wiederbeginn auf 4:1 und sorgte damit für die endgültige Entscheidung. Den Schlusspunkt zum 5:1-Endstand setzte abermals Daniel Köll mit einem Kopfballtor in der 61. Minute. Der Sieg von Pruggern war völlig verdient und hätte am Ende bei mehr Konzentration im Abschluss auch durchaus höher ausfallen können.
Ebenfalls mit 1:5 kam der SV Stainach/Grimming im Heimspiel gegen Pernegg unter die Räder. Durch zwei individuelle Abwehrfehler und einem Weitschusstor lagen die Stainacher bereits zur Pause 0:3 zurück. Nach dem Seitenwechsel erzielten die Mürztaler zwei weitere Treffer, ehe Marcel Brunnthaler in der 85. Minute der Ehrentreffer gelang. Stainachs Sektionsleiter Franz Mandl sagte im Gespräch mit dem „Ennstaler“: „Es zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Spiele. Vorne verwerten wir unsere Chancen nicht und hinten machen wir Fehler wie eine Schülermannschaft. Das muss sich schleunigst ändern. So kann es nicht weitergehen“, sagt der saure Sektionsleiter.
Ausgerechnet im Auswärtsderby gegen Haus mit Ex-Trainer Raimund Kopf musste der FC Ausseerland nach vier Siegen in Folge die erste Saisonniederlage hinnehmen. Armin Schupfer glich die schnelle Führung der Hausherren durch Thomas Fuchs in der 8. Minute mit einem Traumfreistoß aus. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigten sich die Hauser als Meister in der Chancenverwertung. Marco Geisler traf in der 17. Minute zum 2:1 und acht Minuten später erhöhte Gerold Fischbacher auf 3:1. Sekunden vor dem Pausenpfiff sorgt Thomas Weikl mit einem verwandelten Strafstoßtor für den Pausenstand von 4:1. Zu allem Überdruss sah der Ausseer Kilian Posch beim vierten Treffer vom Referee auch noch die Ampelkarte. Nach dem Seitenwechsel waren die Salzkammerguter dann trotz numerischer Unterlegenheit ebenbürtig. Mehr als ein Tor durch einen Elfmeternachschuss von Danny Pinkney gelang dem FC Ausseerland aber nicht mehr. Entscheidend in der Partie war vor allem, dass Haus die Möglichkeiten besser nützte und eine Spur giftiger war. Sie wollten den Sieg an diesem Tag mehr. Aussee verschlief die Anfangsphase und kam so zu spät ins Spiel.
70 Minuten hatte Admont im Auswärtsspiel gegen ESV Mürzzuschlag zumindest einen Punkt im Visier. Nach einem 0:0-Pausenstand glich Adrian Roman in der 66. Minute den Führungstreffer des Tabellenführers aus. In den letzten 20 Minuten fixierten die Mürztaler dann aber noch den 3:1-Sieg.
Vorschau Unterliga Nord-A
Das absolute Spitzenspiel dieser Runde geht bereits am heutigen Freitag über die Bühne. Die zweitplatzierten Ausseer empfangen um 19 Uhr Tabellenführer ESV Mürzzuschlag. In der vergangenen Runde verloren die Salzkammerguter gegen Pruggern das erste Spiel und so beträgt der Rückstand auf die noch unbesiegten Mürztaler nun bei einem Match weniger vier Punkte. Um weiterhin voll im Titelkampf mitmischen zu können, wäre ein Sieg der Halada-Elf wichtig. Bei einer Niederlage droht der Rückfall in das Mittelfeld.
Zwei Spiele werden am morgigen Samstag um 15 Uhr ausgetragen. Admont spielt zu Hause gegen Veitsch und möchte dabei endlich den ersten Heimsieg im Herbst feiern. Haus ist um 16 Uhr bei Stanz zu Gast und gilt in der Partie gegen das punktelose Schlusslicht zumindest der Papierform nach als Favorit.
Das neue WSV-Trainerduo Amandus Stangl und Manuel Eingang geben ihre Premiere beim morgigen Auswärtsspiel in Wartberg (Beginn 16 Uhr). Sektionsleiter und Neo-Coach Amandus Stangl sagte zur Ausgangsposition: „Es wird höchste Zeit, dass wir in die Spur kommen. Mit einem Sieg könnten wir Wartberg überholen und dann schaut es schon wieder besser aus. Wir probieren natürlich alles, um die Mannschaft dementsprechend zu motivieren und aufzubauen. Ich hoffe es kommt auch der sogenannte Trainereffekt zum Tragen.“
Für Lassing steht am morgigen Samstag das Heimspiel gegen Thörl (Beginn 16 Uhr) auf dem Programm. Die Lassinger haben in dieser Saison bereits mehrmals bewiesen, dass sie gut drauf sind. So gesehen ist der Rindler-Elf auch im Spiel gegen die Mürztaler einiges zuzutrauen. Mit einem Sieg und dazu einem Spiel weniger könnte sich die Mannschaft jedenfalls wieder ganz nach vorne orientieren.
Am kommenden Sonntag wird die Runde mit dem Derby Pruggern gegen SV Stainach/Grimming (Beginn 15 Uhr) abgeschlossen. Wenn man sich die bisherigen Leistungen der beiden Teams ansieht, sind die Hausherren auf alle Fälle zu favorisieren. Doch sollte bei der Aigner-Elf Vorsicht geboten sein. Die Stainacher Mannschaft hat sicher mehr Qualität als sie bisher gezeigt hat. Um den Spielern frische Impulse und Hilfestellung zu geben, setzt sich in dem Match zudem Sektionsleiter Franz Mandl zusätzlich auf die Trainerbank.