Der Preis der Sicherheit

Fotoquelle: euronews.com

Spätestens seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine ist die europäische Verteidigungspolitik gefordert, eine neue Strategie an den Tag zu legen. Nach Jahrzehnten, in denen es nur um beschränkte Auslandseinsätze ging und die Senkung der Kosten das eigentliche Ziel war, muss man jetzt deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, um die Sicherheit Europas garantieren zu können. Um das zu wissen, hätte es auch der jüngsten Aussagen Trumps nicht bedurft, am Ende des Tages muss Europa selbst in der Lage sein, sich zu schützen.

Viel zu lange hatte man sich auf die NATO und damit auf die USA verlassen. Immer, wenn es eine kritische Situation gab, waren die USA zur Stelle und haben die Kastanien aus dem Feuer geholt. Jetzt, wo der Krieg an der Grenze zu Europa angekommen ist, offenbaren sich erst die Mängel bei den europäischen Streitkräften. So wird etwa sichtbar, dass die industriellen Kapazitäten zur Waffenherstellung bei weitem nicht ausreichend sind. Europa ist nicht einmal in der Lage, der Ukraine ausreichend Munition zur Verfügung zu stellen.

Daher gilt es jetzt, schleunigst eine wettbewerbsfähige Rüstungsindustrie in Europa zu etablieren, samt den entsprechenden Abnahmegarantien seitens der Staaten und der Entwicklung moderner Waffensysteme. Angesichts der durchaus realen Bedrohung durch Russland ist das alternativenlos, auch wenn wir dafür viel Geld in die Hand nehmen müssen. Unsere Sicherheit muss uns das wert sein.

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