Der Kriegstreiber

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Nach der Besetzung der Krim schickt sich Russland jetzt an, weitere Teile im Osten der Ukraine zu erobern, unter völliger Missachtung des Völkerrechtes und mit fadenscheinigen Begründungen. Und wieder einmal zeigt sich, dass der Westen und vor allem Europa weitgehend handlungsunfähig sind. Die beschlossenen Sanktionen werden Russland nicht beeindrucken und man kann nur hoffen, dass der große Einmarsch in die Ukraine ausbleiben wird.

Schon 2014 wurde Russland nach dem Einmarsch in die Krim weder militärisch noch wirtschaftlich in die Schranken gewiesen. Zu abhängig ist man von den Energielieferungen, Gas, Kohle und Erdöl stammen noch immer zu einem sehr großen Anteil aus Russland. Jetzt scheint man kaum eine andere Wahl zu haben, als Putin gewähren zu lassen, nachdem man sich harte wirtschaftliche Sanktionen mangels alternativer Energielieferanten nicht leisten kann.

Es bleibt somit nur die Hoffnung, dass der militärische Konflikt auf den Osten der Ukraine beschränkt bleibt, denn wenn auch das ukrainische Kernland angegriffen wird, dann ist guter Rat teuer. Allein mit finanzieller Unterstützung und Waffenlieferungen wird man der Ukraine nicht helfen können. Auch wenn es mehr als unpopulär ist, man wird der Ukraine im Fall des Falles auch militärisch zur Seite stehen müssen. Wenn nicht, wird das Putin als Freibrief sehen, und die berechtigen Ängste in Polen und am Baltikum erhalten neue Nahrung. Damit wäre der Krieg endgültig in Europa angekommen.