Das Ramsauer „Dachstein-Bad“ ist eröffnet

Zahlreiche Bewohner und Ehrengäste waren zum Eröffnungsfestakt gekommen. Foto: Hans-Peter Steiner/Photo-Austria

Es ist 48 Jahre her, dass das Ramsauer Hallenbad erbaut wurde. Diese lange Zeitdauer ist auch ein Beweis dafür, dass schon in den 70er-Jahren für den Tourismus so wichtige Einrichtungen auf Sicht gebaut und solide errichtet wurden. Jetzt aber war es Zeit, den modernen Anforderungen zu entsprechen. Das führte nach langen Überlegungen und Abwägen der besten Lösung dazu, dass Bürgermeister Ernst Fischbacher mit dem Gemeinderat und der Tourismusverband zusammen mit der Tourismuskommission den Entschluss zur umfassenden Renovierung fassten.
Nach einer Bauzeit von nur sieben Monaten konnte vergangenen Freitag das „Dachstein-Bad“ feierlich eröffnet werden. Die Trachtenmusikkapelle Ramsau mit Obmann und in diesem Fall auch Stabführer Mathias Schrempf begrüßte unter dem neuen Torbogen des Stadioneingangs die zahlreich erschienenen Gäste. Dann ging es für die Festreden in den Saal des Veranstaltungszentrums. Auch dort spielte der Klangkörper einige Märsche zur Überbrückung der Zeit. Als Moderator fungierte in bewährter Weise Sepp Reich, der auch die Begrüßung der Ehrengäste vornahm. Und es waren viele, die der Einladung Folge geleistet hatten: an der Spitze natürlich Hausherr und eigentlicher „Antreiber“ zur Realisierung der Bauwerks Bürgermeister Ernst Fischbacher und seine Vizebürgermeisterin Regina Stocker, die Gemeinderäte, Tourismusobmann Markus Perner mit Geschäftsführer Philipp Walcher, Volksschuldirektorin Katharina Rettenbacher und Planai-Dachstein-Geschäftsführer Georg Bliem. Die Nachbargemeinden waren mit Vertretern aus Politik und Tourismus gekommen. Zu den wichtigsten Gastgebern beziehungsweise Gästen zählten RVB-Geschäftsführer Thomas Glaser und Baumeister Markus Walcher. Im Hintergrund liefen auf einer großen Bildfläche Fotos, welche die verschiedenen Bauphasen von Abriss, über Aufsetzung der 1400 Quadratmeter großen Dachfläche und die Firstfeier zu Beginn des Sommers bis zur Fertigstellung als eindrucksvolle Dokumentation boten.
Bürgermeister Ernst Fischbacher, welchem die Freude und Erleichterung förmlich anzusehen waren, begrüßte als weitere Ehrengäste Manuel Fink von der Energie Steiermark, Vertreter der Banken, Gerhard Pitzer von der Polizei Schladming, den früheren Bürgermeister Helmut Schrempf, Vinzenz Vermeulen als Einmieter mit seiner Physiotherapie und die Geistlichkeit mit Martina Ahornegger und Andreas Lechner. Natürlich vergaß er nicht auf die Vertreter der über 60 Baufirmen, die an der Realisierung des „Dachstein-Bades“ in verlässlicher Art und Weise beigetragen haben. Aber für den Bürgermeister war dieser Freitag, der 13., ein Glückstag, und alle Anwesenden waren für ihn „Ehrengäste“. Nach einem Überblick über die Entstehungsgeschichte des Hallenbades Rams­au wies er in humorvoller Weise darauf hin, dass er selbst als Kind ebendort das Schwimmen erlernte und „seither niemals untergegangen“ sei. Die Gäste sollten aber auch wissen, dass es bis zur Inangriffnahme der Restaurierung ein langer Weg mit vielen Alternativfragen – Abreißen und bleiben lassen oder doch Neubau, Renovieren von Grund auf – gewesen ist. Er selbst wurde als Bürgermeister erstmals 2015 mit diesen Fragen konfrontiert. Schließlich aber kamen Gemeinde und Tourismus nach einigen Projekten und Beschlüssen zur Auffassung, Baumeister Markus Walcher mit der Renovierung zu beauftragen, wobei auch bereits vorliegende Planungen zum Teil noch herangezogen werden konnten. Der besondere Dank Fischbachers galt auch den Behörden, die nach Vorlage exakter Daten grünes Licht erteilt haben und mit denen immer sehr kooperativ gearbeitet werden konnte. Statt einer kurzfristig ins Auge gefassten Befragung der Bevölkerung startete man ein sogenanntes „Crowdfunding“ und konnte auf diese Weise neben den Finanzierungsmitteln auch eine breite Zustimmung der Ramsauer feststellen. Als Neuerungen und technische Daten führte er unter anderem die Energieersparnis von mehr als 120.000 Liter Heizöl, 200 Quadratmeter zusätzliche Liegefläche, einen „Aqua Track“, ein modernes Zutrittssystem, die Neugestaltung der Unkleideräume, einen adaptierten und freundlich gestalteten Saunabereich sowie das Vorhandensein einer Schwimmschule und eines kleinen Shops für Badezubehör an.
Tourismusobmann Markus Perner sprach in seiner Festrede vor allem die bewundernswerten Leistungen seiner Vorgänger an, die mit Weitblick auf das Tourismusgeschehen und die Aufwärtsentwicklung bereits früh Pionierleistungen vollbracht haben.
Nach den Ansprachen ging es wieder die paar Schritte zurück zum „Dachstein Bad“, wo Pfarrerin Mag. Martina Ahornegger und Pfarrer Andreas Lechner die Segnung des Baus vornahmen. Lechner wies darauf hin, dass Wasser als Symbol für Gott steht, und Ahornegger stellte fest, dass die Eröffnung genau in der Adventzeit passend zum Kirchenlied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ ist.
In mehreren Kleingruppen konnten sich die Gäste beim Rundgang durch die drei Geschoße von der überaus gelungenen Neugestaltung überzeugen. Neben den bereits in den Ansprachen erwähnten Bereichen fiel besonders auf, dass die Verbindung Sportbecken zu Kinderbereich offen gestaltet ist und einen einmaligen Blick auf das Langlaufstadion gewährt. Im Obergeschoß wurde neben den Therapieräumen von Vermeulen ein Fitnessraum eingerichtet, der mit den modernsten Geräten ausgestattet ist und von welchem aus man ebenfalls schön beobachten kann, dass auch die Leute im Freien beim Langlaufen  ins Schwitzen geraten. Aber gleich daneben gibt‘s ja eine gemütliche Ecke mit Kaffee und Erfrischungsgetränken.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass den Ramsauern mit dem „Dachstein-Bad“ eine Einrichtung zur Verfügung steht, welche nicht nur für sie selbst und ihre Kinder, sondern auch für alle anderen Besucher einen „Augenschmaus“ darstellt und Sportgenuss auf höchster Ebene erlaubt.