CO2 kennt keine Grenzen

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Dass wir etwas gegen die Erderwärmung unternehmen müssen, dürfte inzwischen eigentlich keine große Frage mehr sein. Viel intensiver werden wir uns aber damit beschäftigen müssen, wie wir eine Reduktion der Treibhausgase erreichen. Dabei gibt es zwei große Konflikte zu lösen: Einerseits jenen zwischen den einzelnen Emissionsverursachern (Verkehr, Landwirtschaft, Industrie, Energieerzeugung, Internet) und andererseits zwischen den einzelnen Ländern. Denn aufhalten können wir den Klimawandel nur gemeinsam.
Schon die verschiedenen Interessen innerhalb eines Landes sind schwer genug unter einen Hut zu bringen. Im Endeffekt wird es nur die Möglichkeit geben, den Ausstoß von Treibhausgasen teurer zu machen, um Lenkungseffekte zu erzielen. Das bereitet aber der Industrie Wettbewerbsnachteile, Geringverdienern echte Wohlstandsverluste und macht verschiedenste Waren ungleich teurer. Und zwar auch vieles, woran man im ersten Moment nicht denkt, wie etwa Internetsurfen oder Fleisch. Hier eine vernünftige und gerechte Lösung zu finden, ist schon innerhalb eines Landes ein Riesenproblem.
Extrem schwierig wird es dann, wenn einzelne Länder sich nicht am Klimaschutz beteiligen. Denn dann ist der Effekt sogar negativ, wenn zum Beispiel eine Produktion von Westeuropa in ein Entwicklungsland wandert, wo noch mehr Schadstoffe entstehen. Vor allem aber tragen dann die „sauberen“ Staaten die Wohlstandsverluste, während sich die anderen ins Fäustchen lachen. Leider ein Problem, für das keine Lösung in Sicht ist.