Chance auf Versöhnung

Fotoquelle: AdobeStock

Auch wenn es vielleicht noch einige unangenehme Nebengeräusche geben wird, kann man davon ausgehen, dass Joe Biden im Jänner das Amt des amerikanischen Präsidenten übernehmen wird. Damit geht eine mehr als turbulente Zeit zu Ende und die Zeichen stehen wohl auf Versöhnung: Zwischen den USA und dem Rest der Welt, innerhalb der verschiedenen Bevölkerungsgruppen der USA und vor allem zwischen den zwei politischen Lagern in den USA, die sich zuletzt bis aufs Messer bekämpft haben.
Natürlich werden die USA auch weiterhin ihre eigenen Interessen vertreten, aber gerade die (ehemaligen?) Verbündeten dürfen doch auf eine deutliche Entspannung der Beziehungen hoffen. So werden Themen wie der Umweltschutz, die Entwicklungshilfe oder die internationalen Organisationen zukünftig auch von den USA wieder deutlich ernster genommen werden. Bei gewissen Themen wie der Finanzierung und Bewältigung der Aufgaben der NATO werden hingegen die Bündnispartner ihre Hausaufgaben machen müssen, was aber ohnehin überfällig war.
Der größte Ruck könnte allerdings durch die Vereinigten Staaten selbst gehen. Sollte es Biden tatsächlich gelingen, das Land wieder ein Stück weit zu einen, dann wäre das eine historische Leistung. Ein guter Anfang könnte das Einbinden von Republikanern in seine Regierung sein, ebenso wie eine intensive und lösungsorientierte Zusammenarbeit im Kongress. Dann könnte es gelingen, aus einem total gespaltenen Land wieder Vereinigte Staaten von Amerika zu machen.