Biomilch in der Glasflasche

In Zusammenarbeit mit dem Verein Biolandwirtschaft Ennstal vermarktet die Ennstal Milch Biomilch in der Glasflasche. V.l.: Viktoria Gewessler (Biolandwirtschaft Ennstal), Markus Gerharter (Vorstandsvorsitzender LGE), Harald Steinlechner (GF Ennstal Milch), Georg Gerhardter (Obmann Biolandwirtschaft Ennstal), Anna Schaunitzer (Biolandwirtschaft Ennstal).

Mit einem neuen Produkt in einer neuen Verpackung präsentiert die Ennstal Milch als  erste österreichische Molkerei eine Biomilch-Eigenmarke.

Kaum eine Region hat einen so großen Anteil an biologisch geführten Bauernhöfen wie das Ennstal. Im Bezirk Liezen gibt es insgesamt 530 Biobauernhöfe. Rund ein Drittel aller Milchlieferanten beliefert die Ennstal Milch mit Milch in Bio-Qualität. Bisher floss diese Milch in die Produktion von Getränken für den internationalen Markt oder in Ennstaler Weichkäse-Spezialitäten. Als erste Molkerei Österreichs bringt die Ennstal Milch in Kooperation mit dem Verein Biolandwirtschaft Ennstal eine Biomilch als Eigenmarke auf den Markt. „Wir haben uns bewusst für die Glasflasche entschieden um die Premiumqualität des Produktes zusätzlich hervorzuheben“, sagt Unternehmenssprecherin Elisa Buchgraber-Svatek. Die in einer 0,75-Liter- Glasflasche erhältliche Vollmilch löst die 0,5-Liter-Packung im Kartonverbund ab und ist ausschließlich im Bezirk Liezen bei Spar und Billa erhältlich. Ein vergleichsweise kleines Einzugsgebiet, gerade wenn man den Wettbewerb im Milchregal betrachtet. „Die Konkurrenz an überregionalen Milchprodukten ist riesig. Ohne ein starkes Bewusstsein für Tierwohl und Qualität seitens der Konsumenten können Produkte wie unsere ‚Länger haltbar Bio-Vollmilch‘ nicht bestehen. Es muss den Konsumenten klar sein, dass sie mit jeder gekauften Flasche direkt auch unsere Ennstaler Bio-Bäuerinnen und -Bauern stärken und sich zu ihnen bekennen“, gibt Harald Steinlechner, Geschäftsführer der Ennstal Milch KG, zu bedenken. Denn ein Produkt, das nicht gekauft wird, verschwinde über kurz oder lang aus den Regalen.

Tierwohl und Qualität

Eine der Vorgaben für biologische Landwirtschaft, sind mindestens 120 Weidetage. Der Großteil der heimischen Bio-Landwirtschaften schafft trotz der zusätzlichen Herausforderung, die die alpine Landschaft mit sich bringt, mehr als 150 Weidetage. Zudem ist mehr Platz im Stall und bei den Liegeflächen vorgeschrieben und es dürfen keine zusätzlichen genetisch veränderten Futtermittel sowie keine chemisch-synthetisch veränderten Spritzmittel zum Einsatz kommen. Sämtliche Auflagen werden jährlich unangemeldet direkt im Betrieb von unabhängigen Stellen kontrolliert und geprüft. Die Auflagen des Vereins Biolandwirtschaft Ennstal sind zum Teil noch strenger als die generellen Bio-Vorgaben.