Bezirk: Über 12.000 Corona-Testungen am Wochenende

Bestens organisiert waren die Testungen wie in Stainach-Pürgg trotz enorm kurzer Vorbereitungszeit.

Am 12. und 13. Dezember nahmen 12.666 Personen aus dem Bezirk Liezen an den Covid-19-Massentestungen teil – 41 Personen waren positiv. In der gesamten Steiermark wurden 248.282 Testabstriche genommen und 996 Ergebnisse sind positiv ausgefallen.
An 13 Standorten im Bezirk Liezen konnte am dritten Ad­ventwochenende das freiwillige Testangebot in Anspruch genommen werden. Innerhalb kürzester Zeit wurden von den Gemeinden die Teststraßen auf die Beine gestellt. Unterstützung erhielten sie vom Roten Kreuz, Bundesheer, Freiwilligen Feuerwehren und zahlreichen freiwilligen Helfern. Auch Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher machte sich an beiden Tagen ein Bild direkt vor Ort: „Den Hauptansturm hat es am Samstagvormittag gegeben, da einige ohne Termin oder vor ihrem Termin gekommen sind. Kleine Verzögerungen bei den Testergebnissen gab es da und dort. Durch die österreichweiten Testungen war das System einfach überlastet“, so Sulzbacher. Deutlich zu erkennen war, dass zum größten Teil ältere Menschen das Angebot annahmen, die Jugend (zehn bis 25 Jahren) ist „praktisch ganz ausgefallen“. Bezogen auf die Gesamtzahl der abgenommenen Tests erhielten steiermarkweit 0,4 Prozent der Getesteten ein positives Ergebnis, im Bezirk Liezen beläuft sich das Ergebnis auf 0,3 Prozent. Auf die maximal berechtigte Testzielgruppe in der Steiermark gerechnet, haben damit 23,3 Prozent an den Tests, im Bezirk 15,9 Prozent teilgenommen. Zusätzlich wurden laut Angaben der Industriellenvereinigung in letzter Zeit rund 35.000 Mitarbeiter von steirischen Industriebetrieben getestet.
An zehn von 13 Teststationen im Bezirk Liezen versahen rund 188 Feuerwehrkameraden ihren Dienst. Vorwiegend bestand ihre Aufgabe in der Parkplatzregelung, dem Leiten der Ströme der Testpersonen beim Zu- und Abgang und der EDV-Bedienung. Alleine die Freiwilligen Feuerwehren Aigen im Ennstal und Stainach stellten je 25 Mann für diesen Einsatz ab, die Feuerwehren Lantschern und Rottenmann halfen mit je 20 Mann. Umgerechnet bedeutet dies seitens der Feuerwehren des Bezirkes Liezen einen geleisteten Aufwand von rund 2000 Stunden. Unter den eingesetzten Kräften befand sich auch Oberbrandrat Heinz Hartl, der die Testmaßnahmen im Abschnitt Paltental unterstützte. Der Bereichsfeuerwehrkommandant zeigt sich stolz: „Es ist überwältigend, wie viele Kameraden sich spontan in den Dienst der guten Sache gestellt haben und hier gemeinsam mithelfen, viele opfern sogar ihr gesamtes Wochenende. Dieses hohe soziale Engagement zeichnet unsere freiwillige Organisation aus.“ Auch die gute Zusammenarbeit mit Behörde, Bundesheer und Rotem Kreuz lobt OBR Hartl ausdrücklich. Seitens des Roten Kreuzes standen zwischen 100 und 125 Mitarbeiter im Einsatz, der Großteil davon Sanitäter. Auch Bezirksgeschäftsführer Bernhard Gugl machte sich ein Bild von den 13 Teststationen und zeigt sich mit dem Ablauf und der Zusammenarbeit zufrieden. Unterstützt wurde das Rote Kreuz von externen Kräften, wie diplomierten Fachkräften, Ärzten oder Pharmazeuten. Freiwillige Helfer ohne medizinische Qualifikation konnten an die Gemeinden vermittelt werden. „Die Massentestungen gelten als Musterbeispiel, wie wir im Bezirk zusammenarbeiten. Die eingesetzten Kräfte haben perfekte Arbeit geleistet. Die Gemeinden hatten hier eine große Last zu tragen, denn innerhalb kürzester Zeit galt es, die Teststationen auf die Beine zu stellen. Hut ab vor diesen Leistungen“, lobt auch der Bezirkshauptmann die gesamte Organisation. Er sammelt derzeit Verbesserungsvorschläge von den Gemeinden, die dann gesammelt an die Landeswarnzentrale, welche die Testungen in der Steiermark koordiniert hat, übermittelt werden.
Diese Woche tagten Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang via Videokonferenz mit dem steirischen Expertenstab, um über die aktuelle Corona-Situation in der Steiermark zu beraten. Einen Tag nach den flächendeckenden Testungen wurden insbesondere der Ablauf und die Teilnahme daran analysiert und daraus Schlüsse abgeleitet. Auch die Maskenpflicht im öffentlichen Raum sowie die Möglichkeit von dauerhaften Testungen waren Gegenstand der Beratungen. Ergebnisse dazu liegen noch nicht vor. Die Abstimmungen dazu auf Bundes- und auf Landesebene werden in den nächsten Tagen fortgesetzt.