Bergrettung Gesäuse veranstaltet Jubiläumsfeier

Wildes Wasser, steiler Fels: Der alpine Rettungsdienst Gesäuse rettet Menschen aus Notlagen – und das nun seit 125 Jahren. Foto: Andi Hollinger

Eine Buchvorstellung, Ehrungen verdienter Einsatzkräfte und viel Regionalgeschichte: Am 10. September um 19 Uhr feiert das alpine Rettungswesen Gesäuse sein 125-jähriges Bestehen im Volkshaus in Admont.

Als 1896 die organisierte Rettung aus Bergnot ins Leben gerufen wurde, nahm Österreich eine weltweite Vorreiterrolle ein. Die damaligen Strukturen haben sich bis heute bewährt: Die Einsatzleitung oblag lokalen Kompetenzen mit Organisationstalent, Bergekosten wurden von den Geretteten und deren Angehörigen oder bei Uneinbringlichkeit aus einem Fonds beglichen. Die Bergemannschaft selbst bekam keine Vergütung, half also ehrenamtlich. Gestartet wurde mit fünf sogenannten „Localstellen“, an denen vor allem die Wiener Bergsteiger ihrer Leidenschaft nachgingen: Rax, Schneeberg, Hochschwab und das Gesäuse. Mitbegründer der „Localstelle Ennsthal-Admont“, deren Genehmigung im Jahr 1897 erfolgte, war der unermüdliche Gesäuse-Pionier Heinrich Hess, der Namenspatron der Hesshütte. Mittlerweile gibt es allein in der Steiermark 53 Bergrettungsortsstellen und das gesamte Bundesgebiet ist flächendeckend vom Österreichischen Bergrettungsdienst betreut. Bis dahin war es jedoch ein langer Weg. Beginnend von den tagelangen, entbehrungsreichen Bergungen im Hanfzeitalter über die heroischen und harten Einsätze der Stahlseilära bis hin zu den veränderten Arbeitsbedingungen der Bergrettung in der digitalen Moderne bildet das neue Buch „Moderne Zeiten im Gesäuse“ diese 125-jährige Zeitspanne ab. Präsentiert wird das 240 Seiten umfassende Werk bei der Jubiläumsfeier des alpinen Rettungsdienstes Gesäuse am Samstag, dem 10. September um 19 Uhr im Volkshaus in Admont. Im Zuge der Veranstaltung werden auch Ehrungen an verdiente Bergretter verliehen. Der Abend wird von den „Wenger 7er“ musikalisch umrahmt. Der Eintritt ist frei.