Ausbau der Nahversorgung

Betreiber Markus Trafella, LR Barbara Eibinger-Miedl, LR Ursula Lackner und Bürgermeister Reinhard Metschitzer eröffneten das RegionalRegal in Ardning (v.l.). Foto: Tritscher

Nahversorgung, regionale Produkte und Ortskernbelebung – das neu eröffnete „Regional-Regal“ in Ardning ist mit Michaelerberg-Pruggern ein Pilotprojekt des RML.

Für zahlreiche Gemeinden in ländlichen Gebieten sind leerstehende Ortskerne und der Verlust der Infrastruktur ein ernstzunehmendes Thema. Als Pilotgemeinden für das neue Nahrversorgungskonzept stellten sich Ardning und Michaelerberg-Pruggern zur Verfügung. Der Grundstein für das Projekt wurde bereits im Jahr 2019 gelegt. Für die Umsetzung und Koordination zeichnet das RML verantwortlich. Betreiber ist Markus Trafella, welcher die beiden Läden eigenständig führt. „Damit Orte und Regionen lebendig sind, benötigen sie eine Nahversorgung. Auch für Bevölkerungsgruppen, die nicht mobil sind, sind die Läden eine wichtige Einrichtung. Ich freue mich auch, dass ihr den Leerstand genutzt habt“, sagt Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl bei der Eröffnung.

Das Ziel ist es, Menschen vor Ort zu ermöglichen, regionale Produkte und Güter des täglichen Bedarfs auf kurzem Weg zu besorgen. Ardning und Michaelerberg-Pruggern entschlossen sich, leerstehende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen bzw. ein neues Gebäude zu errichten. In Ardning findet sich das Regional-Regal in der ehemaligen Raiffeisenbank, welches sich im Eigentum der Gemeinde befindet. In Michaelerberg-Pruggern wurde im Herbst 2020 in direkter Nachbarschaft zum Gemeindeamt mit dem Bau eines neuen Gebäudes in Holzbauweise begonnen. Ausgestattet mit einem modernen Bezahlsystem, kann in bar, per Bankomat-, Kreditkarte oder mit einem Gutschein bezahlt werden. Das System bietet Bedienung mittels Strichcode, Handeingabe oder Wiegefunktion. Die Selbstbedienungsläden sind außerdem mit einem intelligenten Überwachungssystem ausgestattet. Die angebotenen Produkte und Güter stammen so weit wie möglich aus der Region, darunter Fleisch, Fisch, Wurst- und Milchprodukte, Eier, Getreide, Reis sowie Gebäck, frisches Obst und Gemüse. „Hier sind so viele Aspekte des regionalen Denkens drinnen. Es geht um kurze Transportwege und hochwertige Qualität“, freut sich Landesrätin Ursula Lackner.

Mehrere Standorte und Online-Bestellung

Um die Nahversorgung auch in anderen Gemeinden sicherzustellen, ist die laufende Ausweitung des Modells auf weitere Verkaufsstandorte – entweder als Selbstbedienungsläden oder in Form von Shop-in-Shop-Lösungen in bestehenden Nahversorgern – angedacht. In einer weiteren Projektphase ab 2022 sollen die regionalen Produkte zusätzlich um eine bezirksweite Hauszustellung über eine Online-Bestellplattform erweitert werden. In dezentralen Gebieten, in denen sich die Zustelltour bis vor die Haustüre nicht lohnt, definiert man zusätzlich Sammelpunkte, an denen die „Regionalkisterl“ abgeholt werden können.