Angebot und Nachfrage

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Zumindest die Öffnung der Baumärkte diese Woche sollte uns wirtschaftlich etwas Mut machen. Eindringlich hat sich gezeigt, dass wir momentan noch primär eine Angebotskrise haben, sprich die Konsumenten wollen Geld ausgeben, finden aber kein passendes Angebot. Mit einer etwas rascheren Öffnung der Wirtschaft sollte es daher möglich sein, den volkswirtschaftlichen Schaden noch einigermaßen zu begrenzen.
Der soll nach den jüngsten Berechnungen allerdings massiv ausfallen. Nach letzten Schätzungen wird die Wirtschaft heuer um sieben Prozent schrumpfen, ein Wert, den wir in der Nachkriegszeit noch nie gesehen haben. Sollte diese Prognose tatsächlich eintreten, ist mit einer massiven Insolvenzwelle und einer stark steigenden, nachhaltigen Arbeitslosigkeit zu rechnen. Dann sind wir direkt am Weg von der Angebots- zur Nachfragekrise, sprich, den Konsumenten fehlt das Geld zum Konsumieren und den Unternehmern das zum Investieren.
Die österreichische Bevölkerung hat sich bisher vorbildlich an die Vorgaben der Regierung gehalten, alle vorgegebenen Ziele sind aktuell eingehalten oder übertroffen. Die Durchseuchungsrate sinkt ständig und die Spitalsversorgung wird von Tag zu Tag unproblematischer. Vor diesem Hintergrund wäre es dringend an der Zeit, endlich eine raschere Öffnung der Wirtschaft und eine möglichst schnelle Rückkehr zur ökonomischen Normalität zu ermöglichen. Denn was aktuell Woche für Woche wirtschaftlich zerstört wird, ist unwiederbringlich verloren und wird uns am Ende in die Armut stürzen.