Am Weg zur Normalität?

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Vor der Präsidentschaftswahl in den USA gab es einen sehnlichen Wunsch, nämlich ein klares Wahlergebnis. Nichts hat die Wirtschaft mehr gefürchtet als ein monatelanges Hick-Hack, Neuauszählungen und damit eine kopflose Nation. Schließlich war das Wahlergebnis dann mehr als klar, und nach einigen Wochen der Ungewissheit scheint es nun so, als ob auch Trump das Ergebnis akzeptiert. Damit ist der Weg frei für Joe Biden und ein berechenbareres Amerika.
Das ist in unsicheren Zeiten wie diesen eine sehr gute Nachricht. In allen wesentlichen Politikfeldern, vom Klimaschutz über die Corona-Pandemie bis zur Außen- samt Zollpolitik, sollte etwas mehr Ruhe einkehren. Es besteht die Hoffnung, dass die Stimme der Vernunft wieder deutlich an Gewicht gewinnen wird und durch die wahrscheinliche Mehrheit der Republikaner im Senat wird auch nicht die ganze amerikanische Politik über den Haufen geworfen werden. Die USA sollten daher zumindest ihre unrühmliche Rolle als Unruheherd ablegen können.
Trotzdem werden die Natopartner mehr Geld und Engagement aufbringen müssen und auch die Handelsbeschränkungen sind noch lange nicht vom Tisch. Aber immerhin stimmt die Richtung, und wenn auch noch die Corona-Impfung hält, was sie verspricht, dann könnte gegen Ende nächsten Jahres wirklich die heißersehnte „Normalität“ zurückkehren. Aber auch das heißt nicht, dass Milch und Honig fließt, wenngleich so mancher das in verklärter Erinnerung glaubt.