Admonter baut Standort aus und investiert 25 Mio. Euro

Stift Admonts Wirtschaftsdirektor Franz Pichler, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Vorstand Gerhard Eckhart (von links) haben das Investitionsprogramm der Admonter AG präsentiert.

Arbeitsplätze werden gesichert und neue Märkte erschlossen.

Der heimische Produzent von Naturholzprodukten präsentierte sein Investitionsprogramm der nächsten beiden Jahre. Derzeit sind bei Admonter AG 290 Mitarbeiter beschäftigt.

Jährlich werden in der Admonter AG rund 55.000 m³ Holz zu 2- und 3-Schicht-Parketten, 3-Schicht-Platten, Türen, Treppen und Akustikelementen verarbeitet. 2019 lag der Umsatz bei knapp 60 Millionen Euro und die Export-Rate bei rund 70 Prozent. „Dreißig Prozent unseres Umsatzes tätigen wir in unserem Heimatmarkt Österreich“, so Stift Admonts Wirtschaftsdirektor Franz Pichler, der gemeinsam mit Gerhard Eckhart, Vorstand der Admonter Holzindustrie AG, und im Beisein von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck das Investitionsprogramm 2020 – 2022 präsentierte. 25,5 Millionen Euro investiert das Tochterunternehmen des Benediktinerstiftes Admont in den heimischen Standort. Rund 19 Millionen Euro sind für Anlagen und Maschinen, 1,5 Millionen in den technologischen Fortschritt und die Digitalisierung und weitere 5 Millionen Euro für diverse Investitionen in unterschiedliche Bereiche wie zum Beispiel Forschung und Entwicklung vorgesehen.

Klares Bekenntnis zum Standort

„Durch diese Investition werden die bestehenden Arbeitsplätze nicht nur abgesichert, sondern unser Vertrieb wird in die Lage versetzt, neue Märkte zu erschließen“, so Vorstand Gerhard Eckhart. Derzeit sind 290 Mitarbeiter bei Admonter beschäftigt. Wirtschaftsdirektor Franz Pichler geht jedoch davon aus, dass „in den nächsten zwei bis drei Jahren 50 zusätzliche Arbeitsplätze am Standort Admont entstehen werden.“ Besonders die Entwicklung junger Menschen sei ein großes Anliegen. Derzeit werden bei Admonter 20 Lehrlinge in insgesamt acht Lehrberufen ausgebildet. „Es freut mich besonders, dass die Admonter Holzindustrie und das Stift Admont gerade jetzt investiert und damit Arbeitsplätze vor Ort rettet, sichert und schafft. Der Schritt, den die Admonter Holzindustrie mit dieser Investition geht, ist ein gewaltiger – nicht nur in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, sondern auch in die Zukunft des Standortes Steiermark und der Menschen vor Ort“, so Bundesministerin Margarete Schramböck.

Führender Innenraumausstatter

Als Komplettanbieter von Echtholz-Premiumprodukten in der Innenraumgestaltung hat das Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Verarbeitet wird ausschließlich Holz aus nachhaltiger Waldnutzung. „Unser Fokus liegt stark auf europäische Hölzer“, sagt Wirtschaftsdirektor Franz Pichler. 80 Prozent des verwendeten Holzes stammt aus Österreich. Besonders stolz ist man bei Admonter auf die Produktgruppe „ACOUSTICs“, die eine Schallabsorption von bis zu 100 Prozent ermöglicht. Neben dem privaten Wohnbau sind die Naturholzprodukte vor allem bei Architekten beliebt und finden im Hotelbereich sowie bei Großprojekten Anwendung. Dass Qualitätsprodukte auch im Volumenbau von Bedeutung sind, zeigt die Referenzliste: 80.000 m² Fußboden wurden für ein Großprojekt in die Türkei verkauft.

Digitale Wege

Wie wichtig Digitalisierung und moderne Verkaufskonzepte sind, wurde vor allem durch die Covid-19-Krise deutlich. Bei Admonter setzt man daher stark auf digitale Medien und Online-Tools. Wie erfolgreich das Unternehmen auf diesem Weg ist, zeigt sich unter anderem in der Nominierung für den oberösterreichischen Werbepreis CAESAR. Unter 424 Einreichungen ist die Admonter AG in der Zwischenwertung unter den Top 5. Neben Online-Auftritten und Webshops seien auch stationäre Schauräume nach wie vor von Bedeutung und gerade Haptik und Geruch ein wesentliches Kaufkriterium. Um die hohe Qualität und das Know-how zu sichern, werden alle Produkte ausschließlich am Standort in Admont produziert und veredelt.