900.000 Euro für den Nationalpark Gesäuse

Auf Antrag von Naturschutzlandesrätin Ursula Lackner wurde die Förderung des Nationalparks Gesäuse beschlossen. Foto: © Andreas Hollinger

In der ungezähmten Natur entlang der Enns herrscht eine besondere Artenvielfalt. Um dieses Juwel auch weiterhin zu erhalten, hat die steirische Landesregierung eine Förderung beschlossen.
Naturlandschaften ohne menschliche Eingriffe sind selten geworden. Im Gesäuse, dem einzigen steirischen Nationalpark, sind sie zum Teil noch erlebbar. Dort werden die natürlichen Ressourcen nicht genutzt, sondern sich selbst überlassen. Die Folge: Eine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, die sich frei weiterentwickeln konnte. Raritäten wie die zierliche Federnelke wachsen auf den schroffen Felshängen, während entlang der Ennsufer der seltene Flussuferläufer sein Brutgebiet vorfindet. „Die Steiermark, aber vor allem der Nationalpark Gesäuse, bietet vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Deswegen ist es uns wichtig, die Arbeit für den Schutz und die Erforschung dieser Gebiete möglich zu machen“, erklärt die steirische Naturschutzlandesrätin Ursula Lackner, auf deren Antrag hin eine Förderung in Höhe von 900.000 Euro beschlossen wurde. Der Klimawandel stelle uns vor immer größer werdende Herausforderungen, so Lackner, weswegen „wir gerade jetzt intakte Naturräume brauchen. Für die Pflanzen- und Tierwelt, unser Gesamtökosystem aber auch für die Lebensqualität von uns Steirerinnen und Steirern.“ Denn der Nationalpark Gesäuse ist nicht nur ein Paradies für Pflanzen und Tiere. Durch gezielte Besucherlenkung ist er auch für Ruhesuchende und Naturliebhaber zugänglich. So kann das Naturjuwel in Besucherzentren, Themenwegen und Wanderungen mit Nationalpark-Rangern hautnah erlebt werden. „Der Nationalpark ist eine wichtige Stütze im steirischen Naturschutz und gleichzeitig offen für die Bevölkerung zugänglich. Mit unserer Förderung stellen wir das auch im nächsten Jahr sicher“, erklärt Lackner.