1300 Starter bei der „Tour de Ramsau“

Eindrucksvolle Aufnahme vor dem Start zum Skatingbewerb am Sonntag. Foto: Photo Austria

Lauter zufriedene Gesichter sah man am vergangenen Wochenende bei den Verantwortlichen der 20. Auflage der „Tour de Ramsau“: Beim sportlichen Gesamtleiter Helfried Stiegler, bei Rennleiter Sebastian Scholz und bei OK-Chef Philipp Walcher.
„Schuld“ daran war aber nicht nur das Wetter an allen drei Wettkampftagen und die erfolgreiche Abwicklung aller Rennen, sondern auch die Tatsache, dass das selbst gesetzte Ziel, mehr als 1000 Starter begrüßen zu können, erstmals erreicht wurde – am Ende waren es sogar 1300 Teilnehmer.
Zur Erinnerung: Die „Tour de Ramsau“ zählt zur Champions Serie der Euroloppet-Wertungen. In ganz Europa gibt es 24 sogenannte Euroloppet-Partner und 18 Orte mit Champions Rennen. Veranstaltungsländer sind außer Österreich Schweden, Norwegen, Finnland, Italien, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Slowakei, Estland, Tschechische Republik, Russland und die Vereinigten Staaten. Man sieht daran den Stellenwert, welchen die Ramsau in der internationalen Langlaufwelt erreicht hat.
Die Teilnehmer aus 20 Nationen stellten sich den Startern in verschiedensten Bewerben über unterschiedliche Streckenlängen und Skitechniken. Als weltweit einziger Skimarathon-Veranstalter konnten die Sportler auch die Bewerbe an allen drei Tagen absolvieren. Eröffnet wurden die Wettkampftage am Freitag mit einem Nightrace über 1 km, am Samstag folgten die Bewerbe über die Classic-Strecken 30 km und 15 km. Den Höhepunkt bildete der Hauptbewerb am Sonntag mit dem „Dachstein Skating“ über 42 km, wobei 546 Höhenmeter zu bewältigen waren. Der sportliche Leiter Helfried Stiegler berichtete dem „Ennstaler“ von 480 Startern, die an diesem Tag gleichzeitig die Rennen über 42 km und 15 km Skating aufgenommen haben. Ein imposantes Bild, das über den Kanal „Alpen Tour TV“ im Lifestream übertragen wurde und damit auch fantastische Bilder lieferte, was natürlich den Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Philipp Walcher, besonders freute. Man konnte so das gesamte Rennen verfolgen, das über die neu angelegten Loipen rund um den Kulmberg und die Weltcup-Sprint-Strecke verlief. Im Start- und Zielbereich und entlang der Strecke waren mehr 100 freiwillige Mitarbeiter des WSV Ramsau, des Tourismusverbandes sowie der Freiwilligen Feuerwehr und der Bergrettung im Einsatz.
Obwohl die Leistungen aller Teilnehmer höchsten Respekt abverlangen, können wir hier nur die Sieger in den einzelnen Bewerben vorstellen – Nightrace über 1 km: Lisa Achleitner und WSV-Rams­au-Läufer Mario Schlögel; 15 km Classic: Lisa Achleitner und Patrick Winkler; 30 km Classic: Anna Seebacher und Niklas Liederer; 15 km Skating: Lokalmatadorin Anna Maria Schrempf und Patrick Klettenhammer; 42 km Skating: Anna Seebacher und Toni Escher. Als Langlauf-Mekka war es natürlich für den Veranstalter eine vornehme Pflicht, dass auch die Jüngsten ihr Können unter Beweis stellen konnten. Über 1 km siegten Hannah Schrempf und Dmitry Komlev, über 2 km Maria Majetny und Tobias Hofbauer und bei den Minis über 300 m waren Barbara Bozoki und Noah Lavric erfolgreich.
Eine besondere Wertung gab es für die Gesamtsieger aus den drei Bewerben Prolog/Nightrace über 1 km, 30 km Classic und 42 km Skating. Diese Titel holten sich Anna Seebacher und Niklas Liederer, beide vom Adidas XCS Team. Eine Extraerwähnung verdient die Leistung von Anna Maria Schrempf, die als jüngste Läuferin den 15-km-Skating-Bewerb gewann. Auch die Zeiten des Marathons sprechen für das hohe Niveau der Veranstaltung: 1.42,40 Stunden bei den Damen und 1. 30,09 Stunden bei den Herren.